Datum: 12. April 2009 22:12
Felix aus Innsbruck schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich bin generell dagegen, "anti" zu sein, man sollte
> "pro" etwas eintreten (vgl. Rauchverbot = anti,
> Nichtraucherschutz = pro), die Wortwahl macht
> schon viel aus.
Von Deinem argumenativ zunächst vielversprechenden Ansatz ist mit diesem traurigen Beispiel der Kurzsichtigkeit leider nicht viel übrig geblieben. Das geht frei nach dem Motto:
Wir alle haben ja immerhin wenigstens EINEN gemeinsamen Nenner, zumindest EINEN gemeinsamen "Feind", den Inbegriff des "Bösen" schlechthin und immerhin DARAUF kann man sich per Minimalkonsens doch immer verständigen ...
Du merkst gar nicht mehr, wie faschistoid diese, Deine Ersatz-"Argumentation" im Grunde ihres Wesens eigentlich ist, - ich vermute mal, weil Dus ganz einfach nicht merken willst!
Dein vermeintliches "pro" erlebe nicht nur ich, sondern mit mir Millionen gegängelter Bürger als extrem destruktives und uns Unwiligen halt notfalls gewaltsam überzustülpendes Kontra.
Aber mit Verbalmaniküre ist es nicht getan. Nur weil die Ideologen des Gesundheitsfaschismus ihre Ziele spitzfindigerweise mit dem "positiv" zu verkaufenden Tarnbegriff "NichtraucherSCHUTZ" maskieren, kriegst Du den totalitären Charakter des sich mit eben jenem angeblich erforderlichen "Schutz" begründenden Gesetzesterrors nicht weg.
Für mich ist Dein Negativ-Begriff die Wirklichkeit: Es handelt sich um Rauch-VERBOTE, um in ihrer angedachten Umsetzung absolut willkürliche Freiheitsbeschränkungen, gegen die einzutreten sich für jeden(!) wirklichen Demokraten von selbst verstehen sollte, gleich ob er nun raucht oder ob nicht.
Mit Deiner Wortschönfärberei tust Du nichts anderes, als Dir die Propagandasprache der Ideologen zu Eigen zu machen und damit spannst Dich bereitwillig als Gaul vor deren Karren und deren Ziel: Die Widersprüche und Diskrepanzen zwischen ihren vermeintlich sehensreichen Ansprüchen und der ungeschminkten Wirklichkeit, der verborgenen Tücke Ihres schäbigen Treibens schön reden.
Wenn ich gegen die Rauchverbote eintrete, dann tu ich das, weil ich PRO, FÜR Freiheit und Selbstbestimmung und GEGEN Diskriminierung und Unterdrückung der wohlberechtigten Lebens- und Entfaltungsinteressen der Minderheit gern rauchender Menschen eintrete und zwar egal, mit welch' schöngeistigen Verbalverrenkungen die Ideologen unserer ach so sauberen "Demokratur" sich ihren inneren, verborgenen Faschismus zum Himmelreich reden.
Schade, dass Du und viele andere diesem zähklebrigen Leim immer noch und immer wieder aufsitzen.
Gruß,
Jürgen
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
"Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über das Mittagessen abstimmen."
