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Aurora Borealis
geschrieben von: Björn (Oldenburg, 5 m) (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Februar 2012 21:49

Hallo zusammen,

vom 10. bis 23. Februar war ich in Norwegen und bin auf dem Hurtigruten-Schiff MS Lofoten von Bergen nach Kirkenes und wieder zurück geschippert.

Neben unzähligen Eindrücken der wunderschönen norwegischen Landschaft (Bilder werden ein anderes Mal nachgereicht), durfte ich auch mein erstes mit eigenen Augen gesehenes Polarlicht erleben. Schmunzeln

Bereits am 14. Februar soll es über Nordskandinavien spektakuläres Polarlicht gegeben haben. An unserer Position herrschte jedoch geschlossene Bewölkung, so dass wir davon kaum etwas mitbekommen haben. Hin und wieder konnten aber auch wir - durch die Wolkendecke hindurch (muss also Cirrostratus gewesen sein)! - ein blasses weißes Licht schimmern sehen. Die Langzeitbelichtung mit der Kamera ergab eindeutig ein grünes Leuchten, also Polarlicht!

Am folgenden Tag herrschte dann aber endlich weitgehend klarer Himmel, wir befanden uns fast am nördlichsten Punkt der Reise auf 71° Nord und warteten nach Sonnenuntergang auf das Polarlicht.
Bereits vor 16:30 Uhr, als es immer noch relativ hell war, gab es "Alarm" und die ersten Bänder tauchten auf.

Richtig schön wurde es dann ab 17:30 Uhr, als stockfinstere Nacht herrschte.
Ab jetzt prangte den ganzen Abend lang fast ununterbrochen das Nordlicht am Himmel - mal nur schwach und ein diffuser Fleck, mal ein den ganzen Himmel überspannendes einzelnes Band, mal richtig stark in den verschiedensten Formen und in vielen Richtungen gleichzeitig. Meistens änderte sich die Lage und Form nur sehr langsam, manchmal aber auch richtig schnell.

Nach mehreren Stunden bei Minusgraden und Wind an Deck waren wir gegen Mitternacht einfach müde, durchgefroren und auch gesättigt. Kaum zu glauben: wir hatten soviel Polarlicht gesehen, dass wir ohne schlechtes Gewissen ruhig ins Bett gegangen sind. Zwinkern

Nun aber genug der Vorrede - es folgen die Bilder.

Dazu noch ein paar Anmerkungen:
1. Die Bilder sind vom fahrenden Schiff aufgenommen worden, das teilweise beträchtlich geschwankt hat. Das ist schön an den Sternen zu sehen, die in den Bildern teils als krakelige Striche, teils als Kringel zu sehen sind. Da das Polarlicht meist eh relativ diffus und nicht scharf abgegrenzt ist, ist das nicht so schlimm. Ein bisschen schärfer waren die Lichter in der Realität aber schon.
2. Mit bloßem Auge betrachtet erschien das Polarlicht hauptsächlich weiß bzw. nur ganz schwach grünlich. Die Langzeitbelichtung mit der Kamera (meist 6 bis 15 Sekunden) ergibt jedoch stets ein sattes Grün. Das liegt daran, dass die Farbempfindlichkeit des menschlichen Auges sehr viel schwächer ausgeprägt ist als die Helligkeitsempfindlichkeit. Auf den Fotos habe ich keinesfalls die Farbsättigung erhöht!
3. Die Brennweite ist immer die minimale - trotzdem ist meistens nur ein Ausschnitt der Polarlicht-Erscheinung zu sehen, da diese sich häufig bis in den Zenit oder sogar über den ganzen Himmel erstreckt hat.
































































Viele Grüße,
Björn

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ehemals: Björn (Hannover, 55 m)



Thema Klicks geschrieben von Datum/Zeit
  Aurora Borealis 993 Björn (Oldenburg, 5 m) 27.02.12 21:49


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