nach den enormen Regenmengen der letzten Septembertage hat sich auch an der Werra ein mittleres Hochwasser ereignet. Der für Eschwege maßgebende Referenzpegel in Heldra stieg bis auf 4,12m, das sind rd. 2,5m mehr als zur Jahreszeit üblich.
Am 28.09. lag der Pegel noch bei knapp über 3m. Etwa 6 Std. nach diesem Bild lief das Wasser über die Uferböschung am linken Bildrand hinweg.
Ein Wehr kurz vor Eschwege.
Das Wasser verteilt sich in Folge des Überlaufs von Bild 1 nun auf den angrenzenden Wiesen.
Der Stromverteiler wurde erst vor etwa 2 Wochen an dieser Stelle aufgestellt, um den nahegelegenen Reitplatz mit Strom zu versorgen:
Im Laufe der nächsten Stunden werden auch die an der Werra liegenden Schrebergärten geflutet.
Die folgenden Bilder sind von Sonntag Morgen. Der Regen hat aufgehört. Der Pegel steigt nur noch leicht bis er die 4,12m erreicht. Allerdings benötigt die Scheitelwelle vom Pegel Heldra noch ca. 12h-15h bis nach Eschwege.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es kein außergewöhnliches Hochwasser war. Der jetzige Höchststand lag im Bereich der Meldestufe 2. Schäden durch das Hochwasser dürften im Einzugsgebiet der unteren Werra nur vereinzelt aufgetreten sein. Vollgelaufene Wiesen und Äcker mal ausgenommen. Als bemerkenswert möchte ich allerdings die Jahreszeit in der das Hochwasser auftrat, ansehen. Sollte sich der "Niederschlagsüberschuss" in den kommenden Monaten fortsetzen, könnte uns im Winter/Frühjahr ein weitaus schlimmeres Hochwasser treffen. Man schaue sich nur mal den Wasserstand der zahlreichen Talsperren in Thürigen an.