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Sonnenscheinmessung SONIe vs. Campbell-Stokes...
geschrieben von: Jürgen (Holzminden, 93 m) (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. März 2018 19:04

Stoße gerade auf dieses gut zehn Jahre alte Dokument, ein Aushang an der DWD-Station München-Neuhausen zur August- und Sommerbilanz 2008:

http://www.fotogalerie.weser-solling-wetter.de/var/resizes/Wetterkarten/Neuhausen_SSD_2008_1.PNG?m=1520618454

http://www.fotogalerie.weser-solling-wetter.de/var/resizes/Wetterkarten/Neuhausen_SSD_2008_2.PNG?m=1520618454


Sind diese dort getätigten Aussagen, wonach sich (vermutlich durch Parallelmessungen ermittelt) nach CS erheblich mehr Sonnenstunden ergeben (würden) als mit den optoelektrischen Messverfahren, mit denen die Stationen ab den 1990ern nach und nach ausgestattet wurden, durch weitere Untersuchungen bestätigt worden?
Zwar wurde ja in der letzten Version der Gebietsmittel-Klimanorm 1961-1990 einige Änderungen vorgenommen vom DWD, siehe dazu den Hinweis auf www.monatsprognose.de:

Insbesondere bei Niederschlag und Sonnenscheindauer hat der DWD gegenüber den früheren Gebietsmittelwerten der Version 2.1 (zwischen 2008/09 und 2014/15) geringfügige Änderungen und Korrekturen bei mehreren, z. T. schon über 50 Jahre zurückliegenden Monatsdaten vorgenommen, sodass sich in einigen Fällen sowohl die dem Prognoseturnier zugrundeliegenden Referenzmittel 1961-1990 als auch die bisherigen Monats-, Jahreszeit- und sogar Jahresrekorde geändert haben (z. B. beim sonnenscheinärmsten Jahr: früher 1987, jetzt 1977).

aber dort ist von geringfügigen Veränderungen die Rede.
Wären bzw. sind die Münchner Zahlen von 2008 als korrekt und repräsentativ anzunehmen, wäre der Homogenitätsbruch durch den Wechsel der Messtechnik ja derart eklatant, dass eine Homogenisierung zur einer erheblichen Reduktion der MIttelwerte 1961-1990 führen müsste oder aber, wenn man diese Basis aufrechterhalten möchte, zu einer Aufwärtskorrektur der per SONIe und SCAPP ermittelten Werte.
Damit würde dann aber auch der Theorie, wonach die Entwicklung der Sonnenscheindauer nicht mehr mit der Erwärmung Schritt halten kann und wärmere Luftmassen eher Feuchte mit entsprechender Bewölkung herbeiführen, eine Messgrundlage entzogen...

Aber so einfach wird es ja vermutlich dann doch nicht sein, denn die in dem Text geäußerte Vermutung, dass das Sonnenscheinmittel der Periode 1991-2020 wahrscheinlich erheblich niedriger liegen werde als das der Periode 1961-1990 lässt sich ja anhand der zu 90% fertigen neuen "Normperiode" so nicht feststellen.

Wer kennt genauere Daten zu diesem Thema?

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Wesersollingwetter-Blog: [wesersollingwetter.wordpress.com]
Fotogalerie DWD-Wetterstationen: [fotogalerie.wetter-holzminden.de]

http://www.fotogalerie.weser-solling-wetter.de/var/resizes/Wetterkarten/Tippspiele/Fu%C3%9F_4.png?m=1536407803



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