Datum: 21. April 2012 20:36
Nun, das möchte ich gerne tun.
Um Plagiats-Vorwürfen vorzubeugen

: ich verwende nur 2 Datensätze: einen für CO2 [
ftp.cmdl.noaa.gov] und die monatliche GISS-Reihe (Quelle allseits bekannt) für Land+Wasser.
Verlässliche Daten für die CO2-Konzentration haben wir seit 1959, nur diese und die monatlichen Temps seitdem werden benutzt.
Zunächst eine kurze Prüfung der Korrelation. Ich weiß, Korrelation ist nicht alles aber eine notwendige Voraussetzung für einen Zusammenhang.
Untersucht werden im Folgenden ausschließlich 30-Jahres( 360 Monats-)intervalle, wir sind uns einig: in diesen Zeiträumen haben wir Klima, vorher eher Witterung. Hier das erste Bild:
In blau die bekannte GISS-Reihe mit einem 48-Monatstiefpass, in schwarz die Korrelation zwischen CO2-Konzentration und den globals für mittenzentrierte Zeiträume: der erste von 12/1958 bis 01/1989 mit der Mitte 01/1974, der letzte von 03/82 bis 03/2012 mit der Mitte 03/1997.
Wir sehen, was wir erwarten: je höher die CO2-Konzentration, desto mehr werden die globals von ihr bestimmt. Die Stagnation im R ist auch deutlich auszumachen, ebenso wie die Pinatobu-Delle.
Zur roten Kurve komme ich später.
Nun habe ich mir vorgenommen, die Climate Sensivity (CS) aus diesen Daten abzuschätzen.
Dabei untersuche ich wiederum ausschließlich 30-Jahresintervalle. Ein wichtiges Kriterium dabei ist: CO2 soll immer gleich auf die Temperaturen wirken.
Ich habe also eine monatliche Reihe von aus den CO2-Daten generierten Temperaturen erzeugt, alle nach der Gleichung Tmodell= (( CO2akt- CO2start ) * CS) + Startwert 1959, der bei 0,0354 K liegt. CO2akt ist der monatliche Wert für die CO2-Konzentration.
Im Folgenden berechnete ich die monatlichen Residuen zwischen den tatsächlichen GISS- Werten und den Modellwerten, bildete die Fehlerquadrate und berechnete deren Summe für alle 278 30-Jahresintervalle (alles mit monatlichen Daten, wie sie aus Mauna Loa und von GISS geliefert werden).
Wenn CO2 immer genauso wirkt muss die Varianz der Summe der Fehlerquadrate für alle 30-Jahresintervalle minimal sein. Das war das Optimierungskriterium für CS.
Hier das Ergebnis:
Es ist ein Minimum zwischen CS=1,7 und CS=2,0 zu erkennen.
Die rote Kurve im obersten Bild entspricht der Modellreihe mit CS=1,85.
Hier der Verlauf der Summe der Fehlerquadrate für die 30-Jahresintervalle:
Man erkennt die geringe Varianz der Werte.
Aus den GISS-Daten und den CO2-Daten seit 1959 folgt damit eine CS knapp unter 2. Werte von über 2,5 und unter 1,5 sind durch den beobachteten Fehler auszuschließen. CS=3 ist damit m.E. nicht möglich.
Wenn Ihr Fehler im Vorgehen seht: bitte gleich anmerken... aber bitte unterstellt mir alle die Fähigkeit zu lesen
Grüße DH7FB
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.04.12 20:52.