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Auch viel übertriebener Alarmismus & Aktionismus dabei
geschrieben von: Mike (Basel) (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07. Dezember 2017 01:25

Jedenfalls kommen mir solche Gedanken, wenn ich mir die Begründung für die Gefährlichkeit einiger Neophyten durchlese.
Z.B. in der Schweiz für Opuntia humifosa.
"Auswirkungen
Verdrängt die einheimische Flora. Reduziert den Weidewert der bewachsenen Flächen und führt zu Maulverletzungen beim Weidevieh."
[neophyten-schweiz.ch]
Die Gefahr, dass Opuntia humifosa einheimische Arten verdrängt ist sehr, sehr gering.
Das hört sich ziemlich nach übertrieben Alarmismus und Aktionismus an. In der Vergangenheit wurden einheimische Wälder, die über eine hohe Biodiversität verfügten, abgeholzt, um daraus Landwirtschaftsflächen zu machen, die sich heute nur noch durch ihre Monokultur auszeichnen, aber wenn jetzt ein sogenannter Neophyt diese zum grossen Teil von Gülle getränkten Flächen für sich beansprucht, ist er der Böse, weil er zusätzlich noch auch noch den Wert von Bauland mindert? Da offenbart doch das eigentliche Problem. Es geht doch in erster Linie gar nicht um die Gefahr der Verdrängung der einheimischen Flora, sondern ausschliesslich nur um die ökonomischen Folgen.
Solange die Landwirtschaftsflächen mit für uns nützlichen Neophyten wie Mais (Biosprit) bepflanzt werden, ist alles in Ordnung. Dafür wird sogar für den einen oder anderen einheimischen Schädling, auch bekannt als Unkraut, sogar die Chemiekeule ausgepackt!
Aber sobald eine Pflanze, wie die Ambrosia oder der Riesenbärenklau, in der Lage ist uns direkt zu schaden, wird die Gefährlichkeit für den Menschen schnell mit der Gefährdung für die Biodiversität gleichgesetzt und es werden unter Umständen Herbizide ohne Rücksicht auf Verluste eingesetzt!
Ich finde es besonders unangebracht, dass bei allen Neophyten, die ein gewisses invasives Potential haben, permanent die negativen Seiten in den Vordergrund gestellt werden, statt die Pflanzen auch mal als Bereicherung anzusehen.
Soll natürlich nicht heissen, dass es überhaupt keine invasiven Arten gibt, die keine Gefahr darstellen.
Habe gesehen, was Pueraria lobata im Tessin angerichtet hat.
[www.neophyten-schweiz.ch]

Soundcloud
[soundcloud.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.17 01:32.



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