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Gestern ein "Thema des Tages" beim DWD zur Sonnenscheinmessung
geschrieben von: Badischer Reisbauer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. April 2018 21:18

Der Link funktioniert nur ca. einen Monat: [www.dwd.de]

Deshalb längere Auszüge aus dem schönen Artikel von Florian Bilgeri. Ich denke, der DWD hat für diesen Zweck - Fortbildung der Forumsteilnehmer und gleichzeitig etwas Werbung für die Themen des Tages und die generell sehr gute Homepage - nichts dagegen):

"Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa zur Jahrtausendwende verwendeten die meteorologischen Institute zur Messung der Sonnenscheindauer häufig den sogenannten Sonnenscheinautographen nach Campbell-Stokes (auch als Thermograph bekannt). Dessen Konstrukteur, John Francis Campbell (1821-1885, geboren in Edinburgh, gestorben in Cannes), war ein schottischer Forscher, der sich mit Fragestellungen aus vielen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen auseinandersetzte. Sein Herzblut investierte er aber besonders in die Untersuchung keltischer Bräuche und Lebensweisen.
Davon abgesehen konstruierte er im Jahre 1853, getrieben durch bereits in seinen Jugendjahren entwickelten Forscherdrang, das erste Messgerät zur Aufzeichnung des Sonnenscheins. ... Der zweite Namensgeber der Erfindung, der herausragende Mathematiker und Physiker Sir George Gabriel Stokes (1819-1903), führte bis zum Jahre 1880 Modifizierungen an der ursprünglichen Apparatur durch.
...
Der seit dieser Zeit nur leicht veränderte Sonnenscheinautograph besteht aus einer Glaskugel, die mit einer variabel einstellbaren Neigung in Richtung Sonnenbahn ausgerichtet ist (auf der Nordhalbkugel in Richtung Süden). Die Kugel ist umgeben von einer konzentrischen Kugelschale, in der ein Registrierstreifen aus Spezialpapier eingeschoben wird. Dieser Streifen, der zur besseren Auswertung mit einer Zeitskala bedruckt ist, befindet sich dabei genau im Brennpunkt der Glaskugel. Folgerichtig hinterlassen die gebündelten Sonnenstrahlen eine Brennspur auf dem Papier (Brennglaseffekt).

Allerdings gibt es besonders in den mittleren und höheren Breiten das Problem, dass sich der Sonnenstand sowie die Zugbahn der Sonne im Jahresverlauf stark ändert. Daher werden zur Aufzeichnung der Brennspur verschieden gekrümmte Papierstreifen verwendet, die zudem in unterschiedlichen Positionen auf der Kugelschale angebracht sind. Insgesamt ergeben sich drei unterschiedliche Papierformate: eines für niedere Sonnenbahnen (Winter), ein zweites für den Sommer sowie ein drittes für die Übergangsjahreszeiten. Genau um diese Anpassungen hat sich George Gabriel Stokes verdient gemacht."


Danach werden noch ein paar Schwächen und Nachteile genannt, gefolgt von den weiteren Aussichten: "Außerdem gerät die Sonnenscheindauer zunehmend in den wissenschaftlichen Hintergrund, da die einzelnen Komponenten der Strahlungsbilanz mittlerweile exakt gemessen werden können."



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.04.18 21:21.



Thema Klicks geschrieben von Datum/Zeit
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  Re: Frage zu "vieljährigen Mittelwerten" des DWD 314 Jörg, Berlin-Malchow (53 m) 01.04.18 15:54
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