Datum: 02. März 2018 10:58
Nachdem das Ereignis nun hinter uns liegt, lässt sich ein ganz klares Ergebnis feststellen.
Es handelte sich um ein separates major warming, ohne finale Wirkung.
Hierzu folgende Grafiken und Karten:
Der gemittelte Zonalwind in 10 hPa war deutlich und anhaltend, der gemittlete Zonalwind in 30 hPa zumindest leicht und zeitweise negativ.
Seit gestern ist der gemittelte Zonalwind auch in 10 hPa wieder positiv und erreicht wohl nun bald wieder den für die Jahreszeit zu erwartenden Zustand, was folgende Grafik zeigt:
Gleichzeitig soll gem. der Prognose des ECMWF selbst die Temperaturdifferenz 90./60. Breitengrad wieder negativ werden:
Unterm Strich kam das SSW wohl noch zu einem jahreszeitlichen Zeitpunkt, wo eine Erholung des stratosphärischen PW noch möglich war. Demnach haben wir kein final major warming.
Für die Troposphäre waren die Auswirkungen erwartet winterlich, wobei auf Grund des jahreszeitlichen Fortschritts nur Luftmassen von <-10 Grad in 850 hPa flächendeckend Winter bringen konnten. Hätten wir das ganze einen Monat eher gehabt, würde die kommende Milderung wohl trotzdem für Winterwetter und damit wohl für flächendeckenden Schnee ausreichend sein und im Vorfeld hätte es deutlich eher für DF gereicht (andere Luftmassentemperaturen über Europa, weniger Erwärmung durch die Sonne), aber das ist natürlich reine Spekulation.
In diesem Fall bleibt trotz des späten Zeitpunktes festzuhalten: major warming = Winterwetter in ME.
Dennoch muss auch das nächste Major warming wieder als separates SSW betrachtet werden, was lediglich Winterwetter möglich machen
kann.