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Weitere Klimaerwärmung durch September erschwert
geschrieben von: Fünfseenland (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05. September 2012 19:23

Die Monate des Jahres lassen sich in funktioneller Hinsicht in solche mit hoher und niedriger Priorität einteilen.
Die 3-stufige Skala weist dem August den Wert 1 zu, das heißt, er hat keine weitere Funktion. Ein solcher Monat kann theroetisch 15 mal hintereinander +2 K und mehr abweichen.

Anders der September, der unter bestimmten Bedingungen Prioritätsstufe 3 angehört, der höchsten.

Im Klartext bedeutet dies: War ein September sehr warm, so folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zu milder Winter (natürlich nicht in jedem Fall).
Diese milden Winter bedeuten nicht selten, dass auch Februar + März insgesamt eine positive Abweichung erzielen. Da Februar + März (in Summe) im Falle, dass sie sehr mild ausfallen ebenfalls Prioritätsstufe 3 besitzen, bedeutet dies, dass sodann der nächste September meist zu kalt wird (Auch wieder nicht in jedem Fall, versteht sich!)

Es gibt etwa 80 % Wahrscheinlichkeit, dass einem sehr warmen September ein milder Winter folgt, wo auch Februar/März deutlich zu warm werden
Und es gibt ebenfalls eine 80 % Wahrscheinlichkeit, dass einem sehr milden Februar /März ein kühler September folgt.
Somit versteht sich von selbst, dass es dem September nicht gelingen kann, über viele Jahre hinweg ständig Abweichungen von +2 K und mehr zu erzielen.
Das kommt nämlich in anderen Monaten der Prioritätsstufe 1 (Januar, Mai, August, Dezember) durchaus vor.

In der Praxis sieht das dann so aus: Sehr warme September: 1975, 1982,1989, 1991, 1999, 2005, 2006, 2011: Die Winter wurden meist zu mild

Nun die milden Winter mit besonders mildem Februar/März:

1989, 1990, 1994, 1995, 1998, 2000, 2001, 2002, 2007, 2008: Und wir sehen, dass im Grunde nur 1989 ein recht warmer September folgte, meist waren die September dieser Jahre dann kühl.

Fazit: Der September kann keine langen Serien mit "sehr warm" bringen, weil er sich in der Regel über den nächsten Winter selbst abschaltet.
Februar/März kann dagegen schon eher mehrmals hintereinander sehr mild werden, denn die milden Februar/März ziehen meist einen kühlen September nach sich, doch im Falle des kühlen September gibt es keinen deutlichen Zusammenhang mit einem nachfolgenden kalten Februar/März. Es gilt die Prioritätsstufe 3 also nur für die sehr warmen September und die sehr milden Februar/März.

Man sieht jedenfalls, dass es Stellen im Jahr gibt, die eine Regulierungsfunktion haben. Dies wirkt einer ungebremsten Klimaerwärmung entgegen, wenngleich sie natürlich damit nicht zu stoppen ist, wenn andere Monate ständig sehr warm ausfallen. Man fragt sich nun, wie weit kann eine Klimaerwärmung laufen, bei der ein bestimmter Monate des Jahres nicht mitmacht?



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