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Tornado-Outbreak Hamburg 27.03.06 (2) : Detail-Analyse Zell-Entwicklung + Tornados geschrieben von: Wetterfuchs
geschrieben von: Admin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. November 2009 13:41

Dieser Beitrag ist der 2.Teil der 3-teiligen nachträglichen Analyse zum Tornado-Outbreak vom 27.März 2006 über Norddeutschland. Im ersten Teil (http://www.wzforum.de/forum2/read.php?7,1573922) ging es um die synoptisch-skaligen Strukturen der Tornadowetterlage und einen ersten Radar- und Satellitenbild-Überblick. Im folgenden Beitrag sollen diese Strukturen und der Zusammenhang von Zellentwicklung und den 8 Tornado-Ereignissen im Detail zeitlich und räumlich höher aufgelöst gezeigt und ausführlich diskutiert werden. Verarbeitung und Interpretation des umfangreichen Materials bedeutete wegen teilweise komplexen Situation eine besondere Herausforderung und war auch eine der Ursachen für wiederholte Verzögerungen bei der Arbeit. Dazu zunächst einige Erläuterungen :


PROBLEME DER MATERIALAUFBEREITUNG UND INHALTLICHEN INTERPRETATION :

Grundlage der Fein-Analyse der Tornadolage vom 27.03.06 bildeten einerseits die visuellen Beobachtungen und fotografischen Dokumentationen der Tornados, andererseits die parallel dazu gewonnenen hoch auflösenden Radarbildinformationen. Zu ersterem Punkt war die Homepage von Thomas Sävert (http://www.tornadoliste.de) sowie aktuelle Darstellungen und Diskussionen im Forum die wichtigste Basis. Dies führte, wie bereits auch im ersten Beitrag gezeigt und besprochen, zu folgender Übersichtskarte :



Komplexer war das Problem der Beschaffung und Aufbereitung von diversen Radarbildinformationen, d.h. lokalen Produkten des Radarverbunds des DWD. Der Radarverbund des DWD bietet hoch aufgelöste Produkte der bodennahen Radarreflektivität (Niederschlagsechos) mit 1 km Pixelgröße im 5 Minuten-Takt und im Volume-Scan im Viertelstunden-Takt der Radialwinde (Dopplerwinde). Der meßtechnisch erfaßte Bereich besitzt dabei jeweils einen Radius von 120 km. Im Norden Deutschlands existieren folgende Stationen des Radarverbunds :

Nord-Ausschnitt des Radarverbunds des DWD :



Die für die örtlichen Radarprodukte ausgewerteten Gebiete sind dabei etwas kleiner mit Radien von 100 km, eingespannt in die rechteckige Kartenform. Für die Erfassung der Tornado-Ereignisse vom 27.03.06 kamen im wesentlichen die Radarstationen von Emden (Westen) und Hamburg (Osten) in Frage, ergänzend zur Information auch Essen, Hannover und Rostock. Während, wie man auf der Karte sieht, mit 120 km � Radien eine lückenlose Abdeckung des Bereichs vorliegen würde , ist dies bei den konkreten 100 km - Radien der Radar-Produkte nicht ganz der Fall. Dies war insoweit ein Problem, weil der Bereich Bremen sich am Übergang vom Hamburger zum Emdener 100 km � Kreis befindet (betreffend Tornado Delmenhorst/Ganderkesee) und der Bereich Bremerhaven (betreffend Tornado Esenshamm) von keiner der beiden Seiten richtig erfaßt wird. Eine lückenlose Abdeckung der beiden Standorte garantieren nur die 200 km - Radien der 3D-Routineprodukte der Radarreflektivität bei einer verminderten horizontalen Auflösung von 2 km und Zeitabständen der Produkte von 15 Minuten.

Hoch auflösende lokale Reflektivitäts- und Dopplerwind-Produkte von Emden und Hamburg wurden mir auf Nachfrage hin dankenswerter Weise von Jan Hoffmann/Thomas Sävert und Andreas Friedrich zur Verfügung gestellt. Für die Darstellung in diesem Posting stützte ich mich nach einigen Tests wegen des kompletteren Datenmaterials und günstigerer Darstellungsweise ganz auf die von Jan Hoffmann erzeugten Produkte.

Die inhaltliche Interpretation bestand zunächst darin, die in den Radarbildern dargestellten Strukturen den bei Thomas Sävert wiedergegebenen Orts- und Zeitangaben der Tornados zuzuordnen. Dies gelang in einigen Fällen problemlos und widerspruchsfrei. In anderen Fällen zeigten sich aber raumzeitliche Abstimmungsprobleme. Dies galt besonders für die Tornado-Aktivität auf der Strecke zwischen Bremen und Hamburg. Die inhaltliche Frage betraf die Tornado-Signifikanz der dargestellten Radarstrukturen. Es war zu erwarten, daß es sich bei den Tornados hauptsächlich um Superzellen-Tornados handelte mit den bekannten Signaturen, wie z.B. Hook-förmige, engräumige, stark-gradientige Zellstrukturen bei der Radarreflektivität und Dipolstrukturen (Mesozyklonen) bei den Radialwinden. Die diesbezügliche Analyse zeigte, daß die Aussagen bei der Reflektivität insgesamt eindeutiger waren als bei den Radialwinden, die in den in Frage kommenden Zellen relativ häufig nicht eindeutig interpretierbare Streusignale aufwiesen.


RADAR-KOMPOSIT-ÜBERSICHT IN HOHER ZEITLICHER AUFLÖSUNG :

In Ergänzung der synoptischen Betrachtung des1.Postings hier zunächst Loops der raumübergreifenden Radarkomposits mit der Gesamt-Entwicklung in hoher, 15-minütiger zeitlicher Auflösung. Erst anschließend sollen die Details der lokalen Radarbilder näher betrachtet werden inklusive Dopplerwindstrukturen. In der Aufbereitung der Radarkomposit-Loops geht es vorzugsweise um die Zellen, die zu den beobachteten Tornados geführt haben. Diese werden dort als tornadische Zellen besonders gekennzeichnet (schwarze Kreise). Zu ihrer Identifikation wurde eine Rückwärts-Analyse durchgeführt.

ENTWICKLUNG HIN ZU DEN TORNADOS VON DELMENHORST/GANDERKESEE :

Am Ende des ersten Loops stehen die beiden Tornado-Fälle von Delmenhorst-Ganderkesee und Esenshamm. Die konvektive Entwicklung hin zu diesen Ereignissen zeigte sich in ersten Anfängen um 12.00 UTC.

Radarkomposit-Loop 12.00 UTC bis 15.30 UTC zu den Tornados von Esenshamm und Delmenhorst/Ganderkesee :



Die Entwicklung läßt sich im genannten Zeitraum folgendermaßen charakterisieren :

1. Um 12.00 UTC erschien südsüdwestlich von Apeldoorn (Südosten der Niederlande) ein relativ schwaches Zell-Echo. Daraus wurde schon nach einer Viertelstunde um 12.15 UTC eine starke Zelle mit Kern-Intensität Blau, d.h. >= 55 dBZ. Es war die Zelle, die mehr als 3 Stunden später den Tornado von Delmenhorst-Ganderkesee hervorbrachte.
2. Die Zelle blieb nicht allein, sehr schnell bildeten sich direkt an ihrer Nordflanke pulsierend nacheinander Tochterzellen heraus. Das multizellige Gebilde nahm unter ständigem Wachstum ab etwa 13.30 UTC eine V-förmige Gesamtstruktur an, was in Verbindung mit den blauen Kernintensitäten bereits frühzeitig auf Superzellen-Eigenschaften hindeutete
3. Das Zellgebilde überschritt zwischen 13.15 UTC und 13.30 UTC mit nordöstlicher Verlagerung die Grenze nach Niedersachsen und erreichte nach 14.00 UTC den Raum Meppen. Dabei war der Schwerpunkt des mehrzelligen Gebildes jetzt nicht mehr die ursprüngliche Hauptzelle, sondern die nördliche Tochterzelle. Sie war es, auf die sich Jan Hoffmann (s. 1.Posting) in seinem aktuellen Hinweis als gefährliche rotierende Zelle bezog.
4. Gleichzeitig um 14.00 UTC schlug weiter im Norden die Geburtsstunde jener Zelle, die knapp eineinhalb Stunden danach den Tornado von Esenshamm erzeugte und ebenfalls bei nordöstlicher Verlagerung sehr rasch blaue Kernintensität aufwies.
5. Ab 15 UTC schwächte sich der Meppener Teil der südlichen Multizelle ab, während gleichzeitig die alte Hauptzelle wieder das dominierende Gebilde wurde. Mit dieser Struktur erreichte die Multizelle um 15.30 UTC das Gebiet westlich von Bremen bei Delmenhorst, in deren Bereich jetzt der dortige Tornado gesichtet wurde.
6. Die tornadische Zelle im Norden blieb bis zum Tornado-Ereignis von Esenshamm sehr intensiv mit blauem Kern. Im Unterschied zu den Verhältnissen bei Bremen wurde die tornadische Zelle hier bereits von der Squall-Line eingeholt und verschmolz mit ihr.

Zusammenfassend kann man sagen, daß es sich bei beiden Zellen, die zu den Tornados von Delmenhorst-Ganderkesee und Esenshamm führten, schon aus der Komposit-Sicht um sehr kräftige, bis zur blauen Intensität (>= 55 dBZ) reichende Zellen handelte, mit Verdacht auf Superzellen. Dafür sprachen auch ihre relative Langlebigkeit und die z.T. V-förmige Struktur des Clusters. Es bleibt im übrigen festzuhalten, daß die Meppener Zelle nicht die direkte Geburtstätte des Tornados von Delmenhorst-Ganderkesee war, aber als markante Vorentwicklung zu diesem multizellularen System gehörte.

ENTWICKLUNG HIN ZU DEN TORNADOS VON DOHREN/ROSENGARTEN UND EHESTORF/HAMBURG-HARBURG :

Die konvektive Entwicklung hin zu den Tornados von Dohren/Ganderkesee und Ehestorf/Hamburg-Harburg begann mit konvektiven Zellen bereits vor den Tornado-Ereignissen von Esenshamm und Delmenhorst/Ganderkesee. Diese Zeit bildete den Höhepunkt des Tornado-Outbreak :

Radarkomposit-Loop 13.45 UTC bis 17.00 UTC zu den Tornados von Dohren/Rosengarten und Ehestorf/Hamburg-Harburg :



Im Einzelnen spielte sich die Entwicklung folgendermaßen ab :

1. Die Geburt der späteren Hamburger Zelle lag 13.45 UTC im südwestlichen Niedersachsen, also südsüdöstlich jenes Doppelzellgebildes, dessen südlicher Teil (weiß markiert) den Tornado vor Bremen hervorbrachte. Die neue Zelle entwickelte sich zunächst nur wenig und zog parallel zur Doppelzelle nordostwärts.
2. Um 14.45 UTC bildete sich dann in einem bis dahin echofreien Gebiet südlich von Bremen explosionsartig eine weitere Zelle (schwarz markiert), die schon nach einer Viertelstunde (15.00 UTC) die höchste Farbkategorie Blau (>= 55 dBZ) aufwies. Es war die �blaue� Zelle von Bernold Feuerstein, die anschließend die Tornado-Aktivität von Dohren/Rosengarten hervorbrachte.
3. Die spätere Hamburger Zelle südwestlich von Bremen kräftigte sich ab 15.00 UTC und überquerte um 15.30 UTC das Stadtgebiet von Bremen und besaß dann ab 15.45 UTC nordöstlich von Bremen ebenfalls einen kräftigen blauen Kern und wurde das größte konvektive Gebilde.
4. Die inzwischen östlich voraus gelaufene �blaue Zelle� splittete sich um 15.30 UTC, wobei der rechte Teil nach kurzer Abschwächung meist einen blauen Kern aufwies. Zwischen 16.00 UTC und 16.15 UTC durchwanderte diese Zelle den Beobachtungs-Bereich der Tornados von Dohren (16.10 UTC) und Rosengarten (16.00 UTC), wodurch der Zusammenhang der �blauen Zelle� mit diesen beiden Tornados offensichtlich wurde.
5. Die Verlagerungsrichtung der Zellen war bis dahin gemäß der Höhenströmung von Südwest nach Nordost. Ab etwa 16.00 UTC schlug die spätere Hamburger Zelle eine mehr nach rechts, d.h. Ostnordost gerichtete Verlagerung ein, möglicherweise eine Folge der Annäherung der aus Nordwesten herankommenden Squall-Line.
6. Während die �blaue Zelle� knapp vorauslaufend über Hamburg hinweg zog, erreichte die zweite Zelle 16.45 UTC bis 17.00 UTC als Tornado-Zelle den Südwesten Hamburg, also Harburg. Auffällig dabei die Echo-mäßig deutliche Abschwächung der Zelle, die, wie Checks zeigen, nicht bloß ein Effekt der Dämpfung des Radarsignals zwischen Zelle und Radarstandort war.

Auch die zweite Phase der Tornadolage vom 27.03.06 zeigte also die Entwicklung der tornadischen Zellen im Vorfeld der sich herausbildenden Squall-Line mit recht starken, eher sommertypischen Radar-Echos. Auffällig weiterhin die Superzellen-verdächtige Langlebigkeit der Zellen. Die �blaue Zelle� der Tornado-Aktivität von Dohren/Rosengarten hatte mit zwischenzeitlichem Splitting bis 17.00 UTC bereits eine Lebensdauer von zweieinviertel Stunden, die Hamburger Zelle sogar von dreieinviertel Stunden.

ENTWICKLUNG HIN ZU DEN TORNADOS VON SEGRAHN UND ROGGENDORF:

Rund 1 Stunde nach dem Hamburger Tornado-Fall kam es noch zu den Tornados von Segrahn (17.55 UTC) und Roggendorf (18.05 UTC), die sich direkt innerhalb der Squall-Line bildeten :

Radarkomposit-Loop 17.00 UTC bis 18.15 UTC zu den Tornados von Segrahn und Roggendorf :



Dies waren die Einzelheiten der Entwicklung :

1. Die um 18 UTC im Hamburger Raum in der Squall-Line befindlichen tornadischen Zellen (weiß markiert) verlagerten sich nordostwärts weiter, wobei aber nur die voraus laufende alte �blaue Zelle� mit kräftigem blauen Kern nach wie vor gut identifiziert werden konnte, die Hamburg-Harburger Zelle dagegen nach Komposit-Aussage ihre Identität verlor.
2. Die Tornados von Segrahn und Roggendorf entstanden aus neuen Zellen innerhalb der Squall-Line, und zwar als erste Zelle um 17.45 UTC östlich von Hamburg die Zelle des Roggendorfer Torndados.
3. Bis 18.00 UTC hatte sich dann knapp südlich der neuen Roggendorfer Zelle die Segrahner Zelle gebildet, die dort auch sofort den Tornado hervorbrachte. Parallel zueinander wanderten beide Zellen mit rotem Kern (>= 46 dBZ) innerhalb der markanten Vorderkante der Squall-Line weiter.
4. Bemerkenswert, wie die alte �blaue Zelle� bis zum Schluß im Nordteil der Squall-Line stark strukturiert erschien, ohne daß es dazu eine Tornado-Beobachtung gab. Der Verdachtsfall von Sterley (s. Thomas Sävert) lag räumlich zwischen Roggendorf und Segrahn, stand also nicht mit dieser Zelle in Verbindung.

Mit der zeitlich höher auflösenden Radarkomposit-Analyse konnte nachgewiesen werden, daß die konvektiven Zellen, die zu den 8 Tornados führten, in den meisten Fällen eine relativ große Lebensdauer besaßen. Bis zum Ende des letzten Loops existierte die �blaue Zelle� bereits dreieinhalb Stunden und war um diese Zeit immer noch gut entwickelt. Die Hamburg-Harburger Zelle lebte bis zu ihrem Verschwinden knapp 4 Stunden. Die Verlagerung der Zellen erfolgte dabei im wesentlichen mit der Höhenströmung und die Zellen überstrichen größere Gebiete.


RADAR-DETAILS DER ENTWICKLUNG ANHAND HOCHAUFLÖSENDER LOKALER RADARBILDER VON EMDEN UND HAMBURG :

Für eine noch genauere Diagnose der tornadischen Radarstrukturen benötigt man neben den raumübergreifenden Komposits die Aussagen der lokalen Radarinformationen. Wie eingangs schon angedeutet ist ihr Vorteil ein doppelter : Neben der besseren zeitlichen Auflösung (im Nahbereich Zeit-Intervalle von 5 Minuten) ist auch die räumliche Auflösung von 1 km in der Horizontalen besser. Auf dieser Grundlage lassen sich auch die lokalen Radialwinddarstellungen auf Hinweise bezüglich möglicher Wirbelstrukturen (Mesozyklonen) überprüfen. Wie schon begründet, kommen aufgrund ihrer Lage für die folgende Detail-Analyse die entsprechenden Radarprodukte der Radar-Stationen Emden und Hamburg infrage, und zwar in der Software-Darstellung von Jan Hoffmann. Aus ihnen wurden für diese Analyse spezielle geographischen Ausschnitte erzeugt Die Reflektivitäts-Darstellung von Jan Hoffmann nutzt folgende 16-stufige Farbskala :



Die Kennzeichnung der tornadischen Zellen in den Kartenausschnitten wurde wie in den Komposits durch Kreise vorgenommen, und zwar in folgender Weise: Bis zum Zeitpunkt der Tornados rot, während der Tornado-Aktivität gelb-blinkend, danach violett. Die Radialwind-Darstellungen geben in dieser Analyse die Verhältnisse in 2 km Höhe wieder. Radialwinde zum Radarstandort hin erscheinen bei Jan Hoffmann in grünen Farbtönen, weg vom Radarstandort in roten Farbtönen. Die bei Jan Hoffmann gültige Radialwindskala sieht folgendermaßen aus :



Höhere Radialwindgeschwindigkeiten erscheinen dort in helleren Rot- bzw. Grüntönen. Im Falle von Mesozyklonen ohne oder mit Tornados müßten engräumige, verfolgbare bipolare Radialwindmuster zu sehen sein. Zur besseren Identifikation möglicher rotierender Zellen werden die Radialwindbilder hier direkt den zeitgleichen Reflektivitätsbildern gegenübergestellt. Dabei erscheinen die markierenden Kreise der tornadischen Zellen in den Radialwindbildern (aus optischen Gründen) blau. Während des Auftretens der Tornados sind die markierenden Kreise auch hier gelb. Nach dem Tornado-Zeitpunkt verwandelt sich die Farbe in violett. Zusätzlich werden bei der Gegenüberstellung auch Zellen gekennzeichnet, die aufgrund von Reflektivität und/oder Radialwindstrukturen als potentiell Tornado-auslösend gelten konnten. Ihre Kennzeichnung erscheint durchweg mit weißen Kreisen.

REFLEKTIVITÄTSBILDER VON EMDEN ZU DEN TORNADOS VON ESENSHAMM UND DELMENORST/GANDERKESEE :

Aufgrund der oben beschriebenen Abdeckungsprobleme erfolgt die Detail-Darstellung der Reflektivität als Loop zunächst aus der Sicht der Radarstation Emden :

Radarreflektivitäts-Loop Emden 27.03.06 14.00 UTC bis 15.20 UTC :



Man sieht gut die Entwicklung von drei der in den Kompositbildern beschriebenen tornadischen Zellen, die Entwicklung der Zelle, die zum Tornado von Delmenhorst-Ganderkesee führte, die Entwicklung der Zelle, die den Tornado von Esenshamm erzeugte und die Frühentwicklung der Zelle, die später den Tornado von Hamburg-Harburg initiierte.

Gleich zu Beginn der Sequenz (14.00 UTC) ist das Doppelgebilde im Raum Meppen zu sehen. In Übereinstimmung mit der Aussage der Radarkomposits kann auch hier beobachtet werden, daß zwischenzeitlich die nördliche Teilzelle dominierend wurde, bevor ab etwa 14.40 UTC die Hauptzelle dominant blieb. Beide Zellen des Doppelgebildes zeigten zeitweise Hook-Form. Gut zu erkennen außerdem die zeitweise vorhandene V-förmige Gesamtstruktur. Gegen Ende des Loop-Zeitraumes (15.05 UTC) verschmolzen die beiden Zellen zwischen Oldenburg und dem auf dem Bild nicht mehr sichtbaren Bremer Bereich. Die Endphase (nach 15.15 UTC) bis zum Ausbruch des Tornados war aus Emdener Sicht nicht mehr erfaßbar.

Die zum Esenshammer Tornado führende Zelle war ebenfalls bei Loop-Beginn um 14.00 UTC schon existent. Sie entwickelte sich intensitätsmäßig deutlich pulsierend. Auffällig auch hier der schon frühzeitig mehrfach sichtbare Hook-Ansatz und die V-Form des Gesamtgebildes. Diese Zelle erreichte um 15.20 UTC (gelb blinkend) den Rand des Bildausschnitts. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Esenshammer Tornado vom AWI in Bremerhaven aus (www.tornadoliste.de) gesichtet und fotografiert (zwischen 15.20 UTC und 15.24 UTC). Hier das Foto von 15.23 UTC :



Auch die dritte Zelle (im Zusammenhang mit dem späteren Hamburg-Harburger Tornado) existierte schon bei Loop-Beginn um 14.00 UTC. Sie war (wie die Doppelzelle) in den Emdener Bereich hineingewandert. Sie blieb (im Einklang mit der Komposit-Aussage) zunächst relativ schwach und erreichte erst zum Schluß (bevor sie den Erfassungsbereich von Emden verließ) etwas größere Intensität.

RADIALWINDBILDER VON EMDEN ZU DEN TORNADOS VON ESENSHAMM UND DELMENORST/GANDERKESEE :

Hier nun der Vergleich der Strukturen der Radarreflektivität und Radialwinde aus Emdener Sicht :

Reflektivität links 27.03.06 14.10 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 14.08 UTC :



Rot/blau umrandet sind die 3 oben schon besprochenen tornadischen Zellen, weiß markiert die Zelle, die am 27.03.06 aktuell von Jan Hoffman als rotations-verdächtig angesprochen wurde. Hakenform und bipolares Muster mit zyklonaler Rotation sind bei letzterer deutlich zu erkennen. Die südliche (tornadische) Teilzelle des Doppelgebildes besaß nach Aussage der Radialwindkarte zumindest ansatzweise bereits ein Rotationsmuster (rot/grün). Die spätere Esenshammer Zelle war unklarer in der Radialwindaussage. Noch keine Rotations-Andeutung gab es zu dieser Zeit bei der späteren Hamburg-Harburger Zelle.

Reflektivität links 27.03.06 14.25 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 14.23 UTC :



Eine Viertelstunde später verlor sich etwas die klare Aussage der nördlichen Teilzelle, dafür erkennt man schon ein deutlicheres Rotationsmuster in der südlichen (tornadischen) Zelle. Jetzt ganz ohne Rotationsanzeichen die spätere Esenshammer Zelle. Gleiches konnte man von der späteren Hamburg-Harburger Zelle sagen.

Reflektivität links 27.03.06 14.40 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 14.38 UTC :



Um 14.40/14.38 UTC bestätigte die südliche Teilzelle klar ihre Rotationseigenschaft, bei der nördlichen Teilzelle erkennt man gut den Rückgang der Strukturen. Die Esenshammer Zelle besaß zwar eine gute Hakenform, aber praktisch weiterhin kein erkennbares Rotationsmuster. Bei der späteren Hamburg-Harburger Zelle gab es jetzt aber schon Rotationsandeutungen.

Reflektivität links 27.03.06 14.55 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 14.53 UTC :



Keine der hier farbig bzw. weiß markierten Zellen ließ bei den Radialwinden jetzt Rotation klar erkennen, am ehesten noch bei der bevorstehenden Delmenhorster Zelle (südliche Teilzelle). Interessant dagegen die (weiß markierte) Zelle an der Squall-Line bei Papenburg mit Ansatz der zyklonalen Rotation (beide Bilder).

Reflektivität links 27.03.06 15.10 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 15.08 UTC :



Die am rechten Bildrand um 15.10 UTC verschwindende Delmenhorster Zelle bot wie beim Vortermin nur unklare Rotationsanzeichen (trotz zeitlicher Nähe zum Tornado). Unklare Rotationsanzeichen auch bei der Esenshammer Zelle. Am markantesten noch die im Vortermin angesprochene Papenburger Zelle (weiß) der Squall-Line.

REFLEKTIVITÄTSBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON ESENSHAMM UND DELMENORST/GANDERKESEE. VORENTWICKLUNG DOHREN UND HAMBURG-HARBURG :

Nun zur Reflektivitäts-Entwicklung der tornadischen Zellen von Delmenhorst/Ganderkesee inklusive Vorentwicklung der späteren Hamburg-Harburger Zelle und � Blauer Zelle� aus der Sicht der Hamburger Radarstation. Von Hamburg aus liegen die Bereiche Bremerhaven und Bremen mit Umfeld wie besprochen direkt am westlichen bis südwestlichen Erfassungsrand. Der folgende Reflektivitäts-Loop zeigt (in entsprechendem Ausschnitt) zunächst das (östliche) Umfeld von Bremerhaven/Esenshamm :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg Richtung Bremerhaven/Esenshamm 27.03.06
15.25 UTC bis 16.00 UTC :



Das erste Radarbild von 15.25 UTC entspricht der Zelle im Endstadium des Esenshammer Tornados, genauer gesagt nur in ihrem Ostteil. Wie man weiter sehen kann, blieb die tornadische Zelle auch nach dem Tornado-Ereignes durchaus markant und wies bei ihrer Weiterwanderung besonders zwischen 15.45 UTC und 15.55 UTC deutliche Haken-Form auf, was also auf anhaltende Mesozyklonen-Aktivität schließen ließ. Beobachtungen zu einem möglicherweise nochmaligem Tornado-Ansatz oder entsprechenden Schäden lagen aber nicht vor.

Relativ komplex war der Blick von der Hamburger Radarstation ins Bremer Gebiet, wo es nicht nur um die tornadische Zelle von Delmenhorst/Ganderksesee, sondern auch um das Frühstadium der �blauen Zelle� und Hamburg-Harburger Zelle ging :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg Richtung Bremen 27.03.06 15.00 UTC bis 15.40 UTC :



Zu Beginn des Loop-Zeitraumes sieht man, wie die zum späteren Hamburg-Harburger Tornado gehörende Zelle direkt über das Stadtgebiet von Bremen in nordöstlicher Richtung hinwegzog. Dabei vergrößerte und intensivierte sich das konvektive Gebilde beim Erreichen des Nordostrandes von Bremen und verschmolz z.T. mit einer knapp westlich auflebenden Zelle. Um 15.20 UTC tauchte am West- und Nordwestrand von Bremen die Tornado-aktive Zelle von Delmenhorst/Ganderkesee auf. Sie wird hier aufgrund der entsprechenden visuellen Beobachtungen (Funnel, Flugwetterwarte Bremen) bis 15.40 UTC gelb-blinkend gezeigt. Die Zelle wirkte sehr intensiv und kompakt, war aber kaum mit einem Hook versehen. Es ist aufgrund der Reflektivitätsbilder anzunehmen, daß der Delmenhorst/Ganderkeseer Tornado vorher etwa zwischen 15.20 UTC und 15.25 UTC dort vor Ort aktiv war.

Nun zur Aussage des Loops bezüglich der �blauen Zelle� : Die Zelle war gemäß oben beschriebenem Komposit-Loop um 14.45 UTC südsüdöstlich von Bremen aufgetaucht. Um 15.00 UTC hatte sie im jetzt gezeigten Loop in schon größerer Stärke das Gebiet nordöstlich von Achim (östlich von Bremen) erreicht. Nun begann jener Prozess, der schon im Komposit-Loop in grober Form angedeutet wurde : Die Zelle durchlief zwischen 15.00 UTC und 15.10 UTC, ein markantes Splitting, wobei zunächst die nördliche Teilzelle kräftiger erschien, sogar mit Hakenform. Erst ab 15.30 UTC war der südliche Teil (�blaue Zelle�Zwinkern stark entwickelt, um 15.40 UTC sogar mit einer klassischen Hakenform.

RADIALWINDBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON ESENSHAMM UND DELMENORST/GANDERKESEE. VORENTWICKLUNG DOHREN UND HAMBURG-HARBURG :

Für den Vergleich Radarreflektivität/Radialwinde im östlichen Umgebungsbereich von Esenshamm aus Hamburger Sicht ergaben sich 2 Termine, beide deutlich nach dem Zeitpunkt der Sichtung des Esenshammer Tornados :

Reflektivität links 27.03.06 15.40 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 15.38 UTC :



Reflektivität links 27.03.06 15.55 UTC , Radialwinde rechts 27.03.06 15.53 UTC:



Die etwas unklare Situation der Radialwinde bei der Esenshammer tornadischen Zelle zeigte sich auch aus Hamburger Sicht. Obwohl die Reflektivität mehr oder weniger deutlich auf ein Hook hinwies, war kein sehr klares, eher einseitiges Bipolmuster in den Radialwinden zu sehen.

Auch beim Blick auf den Bremer Raum und den Bereich der Vorentwicklung der �Blauen Zelle� ergeben sich 2 Termine für den Vergleich von Radarreflektivität und Radialwinden :

Reflektivität links 27.03.06 15.25 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 15.23 UTC :



Reflektivität links 27.03.06 15.40 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 15.38 UTC :



Bei beiden Terminen konnte man aufgrund der direkten Beobachtungen von aktueller Tornado-Aktivität im westlichen bis nordwestlichen Bremer Bereich ausgehen. Bezogen auf den Hamburger Radarstandort war jetzt dort durchaus ein Bipolmuster der Radialwinde erkennbar und zwar im Sinne einer zyklonalen Rotation. Nicht ganz so klar war die Situation bei der �Blauen Zelle�. Der klaren Hakenstruktur der Radarreflektivität um 15.40 UTC entsprach eine eher unscharfe Bipolarität der Radialwinde.

REFLEKTIVITÄTSBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON DOHREN, ROSENGARTEN, EHESTORF UND HAMBURG-HARBURG :

Nach 15.40 UTC trat der Tornado-Outbreak in einen Höhepunkt der Entwicklung ein. Wie gezeigt, war bis zu diesem Zeitpunkt die Zell-Vorentwicklung der Tornados von Dohren und Hamburg-Harburg schon markant in Gang gekommen. Wie gestaltete sich nun die Zuordnung von Zellen und Tornados im Detail? Dazu zunächst ein erster Loop mit der Wiedergabe der Reflektivitätsentwicklung von 15.45 UTC bis 16.20 UTC :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 15.45 UTC bis 16.20 UTC :



Während im Westen und Nordwesten (violette Kreise) noch die weiter gewanderten tornadischen Zellen von Delmenhorst/Ganderkesee und Esenhamm zu sehen waren, konnte man zu Beginn des Loops um 15.45 UTC (rote Kreise) die sich kräftig entwickelnden Zellen nordöstlich von Bremen und auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen sehen. Von 15.50 UTC bis 16.20 UTC zeigte die südlichere �blaue Zelle� bei ihrer Nordostverlagerung in der Reflektivität zu jedem Termin eine markante, im Westteil schmale und starkgradientige, gestreckte Struktur, meist verbunden mit einem nach Südwest gerichteten Hook. Nach den Angaben bei Thomas Sävert (www.tornadoliste.de) wurde der Tornado bei Dohren (knapp südlich der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg nordnordwestlich von Tostedt) von verschiedenen Standorten aus zwischen 16.10 UTC und 16.15 UTC beobachtet (Funnelcloud). Man kann davon ausgehen, daß dies nur ein Zeitsegment aus der gesamten Mesozyklonen- und Tornado-Aktivität der �blauen Zelle� war (s. auch nächstes Kapitel der Foto-Diskussion), weshalb auch zwischen 15.55 UTC und 16.20 UTC die �blaue Zelle� gelb blinkend dargestellt wurde.

Der Tornado vom Rosengarten (südwestlich von Hamburg und westlich von Seevetal) wurde bei Thomas Sävert in der Zeitspanne von 15.55 UTC bis 16.08 UTC angegeben. Um diese Zeit näherte sich dort von Südwesten her die �blaue Zelle� mit ihrem eher nordöstlichen Outflow-Bereich. Während der Tornado von Dohren mehr oder weniger klassisch dem markanten südwestlichen Hakenbereich zugeordnet werden kann, ist die Zuordnung bezüglich der Beobachtung vom Rosengarten aus unklarer, worauf bei der Foto-Diskussion noch näher eingegangen werden soll.

Bemerkenswert auch die Entwicklung der Feinstruktur der Zelle im Zusammenhang mit dem späteren Hamburg-Harburger Tornado : Ab 15.45 UTC bildete sich an der Südflanke des kräftigen konvektiven Clusters eine nahe Tochterzelle, die zusammen mit dem Cluster ostnordostwärts weiter zog. Schon ab 16.05 UTC erschien die Tochterzelle wie ein hakenförmiges Anhängsel der Hauptzelle. D.h. schon in dieser Phase gab die Reflektivitätsstruktur der Gesamtzelle also Voranzeichen für eine Rotation.

Soweit die Diskussion der Entwicklung bis 16.20 UTC. Jetzt nun die Entwicklung zwischen 16.25 UTC und 17.05 UTC bis zum Tornado von Hamburg-Harburg :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 16.25 UTC bis 17.05 UTC :



Wie der Loop demonstriert, verlor die �blaue Zelle� ab 16.25 UTC ihre Hakenstruktur (violetter Kreis) und zog über das Stadtgebiet von Hamburg nordostwärts, ohne aber seine große Intensität zu verlieren. Währenddessen ging die Strukturierung der nachziehenden Zelle des kommenden Hamburg-Harburger Tornados weiter. Schon um 16.30 UTC war die Tochterzelle total mit der Hauptzelle zu einer Einheit verschmolzen mit einer deutlichen hookartigen südlichen Ausstülpung. Ab 16.45 UTC hatte die Gesamtstruktur eine markante Rotationsform. Um diese Zeit erreichte die tornadische Zelle ostnordostwärts wandernd die West- bis Südwestgrenze der Stadt Hamburg. Von 16.50 UTC bis 17.05 UTC ist im Loop die Zelle als Tornado-aktiv gelb blinkend markiert. In diese Zeit fallen die visuellen Beobachtungen Tornados von Ehestoft (16.55 UTC) im Westbereich von Hamburg und Hamburg-Harburg (17.00 UTC) im Süden von Hamburg. Zum Zeitpunkt des Tornados von Hamburg-Harburg verlor sich aber bereits die ganz klare Wirbelstruktur im Feld der Radarreflektivität. Dies deckt sich mit den anfangs gemachten Feststellungen zu den Loops der Radarkomposits und den Aussagen des (hier nicht gezeigten) Radarstandorts Hannover. Es war nicht nur der Effekt einer möglichen Radarstrahldämpfung zwischen dem Hamburger Radarstandort und dem südlichen Stadtgebiet infolge der dazwischen befindlichen stärkeren Echos, der zur jetzt weniger sichtbaren tornadischen Struktur führte.

RADIALWINDBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON DOHREN, ROSENGARTEN, EHESTOFT UND HAMBURG-HARBURG :

Wie bei den Tornados von Esenshamm und Delmenhorst/Ganderkesee mußte auch bei den Tornados zwischen Bremen und Hamburg versucht werden, mit Hilfe der Radialwindbilder zusätzliche Hinweise zur Existenz von Superzellen mit Mesozyklonen und Tornadoverdacht zu erhalten. Es zeigte sich, daß Hinweise auf Rotation auch hier nur teilweise gut aus den Radialwindbildern zu entnehmen waren. Nachfolgend der vergleichende Blick auf Reflektivität und Radialwind zu den 5 zeitlich in Frage kommenden Hamburger Radarbildern ab 15.55 UTC :

Reflektivität links 27.03.06 15.55 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 15.53 UTC :



Relativ klare zyklonale Rotation konnte man um 15.55 UTC noch aus dem Zellcluster nordöstlich von Bremen (Zelle, die zum Hamburg-Harburger Tornado führte) entnehmen. Bei der �blauen Zelle� war (südwestlich von Tostedt) Rotation zu sehen. Deutlich immer noch die bipolaren Radialwindstrukturen der ehemaligen Delmenhorst/Ganderkeseer Zelle (violetter Kreis, Stadtrand von Bremen).

Reflektivität links 27.03.06 16.10 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 16.08 UTC :



Obwohl jetzt direkt im Zeitbereich des Dohrener Tornados befindlich gab es zur Hakenstruktur der �blauen Zelle� kaum eine Rotationsstruktur im Radialwindbild. Der Rotationssinn bei der späteren Hamburg-Harburger Zelle schien jetzt eher antizyklonal als zyklonal zu sein. Am ehesten bemerkenswert die Rotation einer Zelle (weiß) am Nordrand der Radarbilder (küstennah).

Reflektivität links 27.03.06 16.25 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 16.23 UTC :



Die Rotation der kommenden Hamburger tornadischen Zelle zeichnete sich auch jetzt um 16.25 UTC nicht durch eine eindeutige Rotation aus. Am ehesten durch Rotation belegt waren die alte Zelle im Südwesten (antizyklonal, violetter Kreis) und die Zelle ganz im Norden (zyklonal, weißer Kreis).

Reflektivität links 27.03.06 16.40 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 16.38 UTC :



Jetzt, bei der Annäherung an Hamburg, wurde Rotationsstruktur der Hamburger Zelle außer im Reflektivitätsbild auch im Radialbild deutlicher. Außerdem war die Rotation offenschichtlich auch noch in der nördlichen Zelle (weißer Kreis) vorhanden. Bei dieser weißen Zelle handelte sich nicht um die alte Esenshammer Zelle, sondern um eine nördlich davon entstandene Zelle.

Reflektivität links 27.03.06 16.55 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 16.53 UTC :



Zu diesem Zeitpunkt wurde der Tornado von Ehestorf beobachtet und der Tornado von Hamburg-Harburg stand unmittelbar bevor. Trotz der recht eindeutigen Wirbelstruktur bei der Reflektivität fehlte aber jetzt das gut zu identifizierende Pendant bei den Radialwinden.

Man kann zusammenfassend sagen, daß die Radialwindinformationen auch im Entwicklungsbereich zwischen Bremen und Hamburg nur teilweise auf klare Rotationsstrukturen schließen ließen. Die Hinweise über die Radarreflektivität waren insgesamt zielführender zur Beurteilung der Zellsituation.

ZEITLICHE EINORDNUNG DER FOTOGRAFISCHEN ERFASSUNG DER TORNADOS VOR DEM HINTERGRUND DER TORNADISCHEN ZELLEN ZWISCHEN BREMEN UND HAMBURG :

Wie schon bei den ersten beiden Tornados von Esenshamm und Delmenhorst/Ganderkesee gab es von den Tornados von Dohren und Rosengarten einschließlich der Entwicklung der tornadischen Zelle des Hamburg-Tornados direkte fotografische Zeugnisse. Diese wurden damals aktuell und im Nachhinein im Forum ausführlich diskutiert, u.a. im Zusammenhang mit ihrer genauen geographischen und zeitlichen Zuordnung. Es erscheint interessant, die damaligen Beobachtungen und Dokumentationen, wie sie u.a. bei Thomas Sävert (www.tornadoliste.de) dargestellt sind, im Nachhinein genauer anhand der 5-Minuten-Radarbilder von Hamburg zu beleuchten. Es sollen zu diesem Zweck die drei folgenden Fotoperspektiven betrachtet werden : Zwei Fotoperspektiven von einem fahrenden LKW aus (Fotograf Matthias Cordes), aufgenommen auf der Autobahn A1 Bremen-Hamburg und eine Fotoperspektive vom Standort Rosengarten-Nenndorf aus Richtung Südwesten. Die infrage kommenden Standorte sind auf der folgenden Radarkarte von 15.00 UTC mit kleinen weißen Kreisen dargestellt :



Die Standorte liegen längs der rot wiedergegebenen Autobahn, im Westen der Punkt der Autobahnausfahrt Sittensen (Kilometer 53.1), im Osten der Standort Rosengarten-Nenndorf (nahe Autobahnkreuz), in der Mitte zwei alternative Punkte für die mittlere Fotoperspektive, kurz südwestlich der Autobahnausfahrt Heidenau (Kilometer 43.3) und östlich zwischen den Autobahnausfahrten Heidenau und Hollenstedt (Kilometer 38.0). Der Standort hinter Heidenau (Kilometer 44) wurde damals u.a. von Matthias/Bonn aufgrund der Hintergrundlandschaft als wahrscheinlich angesehen. Einen ähnlichen geographischen Blick nach Südwesten hat man aber auch vom östlicheren Standort vor Heidenau (Kilometer 40). Von der mittleren Fotoperspektive stammt das folgende Foto :



Nach Fahrerangaben wurde das Foto um 16.08 UTC mit Blick schräg nach links (Südseite der Autobahn) geschossen. Dazu nun der Ausschnitts-Radar-Loop mit 5 Radarbildern und den 2 eingetragenen alternativen Fotostandorten :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 15.50 UTC bis 16.10 UTC :



Zunächst wird zweifelsohne klar, daß der LKW-Fahrer hier den Tornado von Dohren (Tornado etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Autobahn und Tostedt, 5 km entfernt) erfaßt hatte. Mit Berücksichtigung von Blickrichtung und Wolkenbild kann man den Zeitpunkt des Fotos auf grob zwischen 16.00 UTC und 16.10 UTC festlegen. Für den östlichen Fotopunkt erscheint dabei eine Zeit von etwa 16.06 UTC am wahrscheinlichsten. Für den westlichen Foto-Punkt müßte man etwa eine Aufnahmezeit von 16.02 UTC annehmen.

Das zweite Foto des LKW-Fahrers entstand (damals durch ein direkt vorher geschossenes Foto gut belegt) unmittelbar vor der Ausfahrt Sittensen :



Nach Fahrerangabe (Bericht Andreas Friedrich) machte er das Foto um 16.14 UTC und erfaßte eine andere (sichtbar) rotierende, markante Zelle als vorher. Dazu ein Radar-Loop mit 4 Radarkarten :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 15.50 UTC bis 16.10 UTC :



Der Vergleich von Foto und Radar-Loop mit eingezeichnetem Standort Ausfahrt Sittensen zeigt, daß die aufgenommene rotierende Zelle die frühe Tochterzelle des tornadischen Systems von Hamburg-Harburg war, die während des Fotozeitpunkts knapp am Fotostandort vorbei zog. Unter Berücksichtigung der Blickrichtung des Fotografen muß die Aufnahme grob gesehen zwischen 16.20 UTC und 16.25 UTC gemacht worden sein, mit wahrscheinlichster Zeit um 16.23 UTC, also 9 Minuten später als vom Fahrer angegeben. Welcher der beiden Fotostandorte des ersten Bildes nun als wahrscheinlicher anzusehen ist, kann über eine Abschätzung der sich ergebenden mittleren LKW-Geschwindigkeit liefern, wie es damals auch schon Matthias/Bonn tat. Zwischen dem möglichem westlichen Punkt des ersten Fotos und der Autobahn-Ausfahrt Sittensen liegen aufgrund der oben gemachten Angaben rund 9 km, vom möglichen östlichen Punkt aus rund 14 km. Im ersten Fall käme mit Hilfe der hier gemachten radar-basierten Zeitangaben eine Fahrtgeschwindigkeit von rund 26 km/h, im zweiten Fall von rund 49 km/h heraus. Diese Zahlen deuten auf den östlich angenommenen 1.Foto-Standort. Was kann zusammenfassend gesagt werden? Die Zeitangabe des LKW-Fahrers von 16.14/16.15 UTC bei Ausfahrt Sittensen war auf keinen Fall richtig, da durch Radar überhaupt nicht belegt. Seine Kilometerangabe (Autobahnkilometer 41) des ersten Fotoschnappschusses ist dagegen weitgehend richtiger als die nachträglich im Forum diskutierte Position (Autobahnkilometer 44/45). Der Fall zeigt, wie schwierig eine genaue zeitliche und räumliche Datierung angesichts eines plötzlichen, ungewöhnlichen Ereignisses sein kann. Es ist anzunehmen, daß der LKW-Fahrer die Fahrt zwischen Punkt 1 und Punkt 2 wegen nasser Fahrbahn/Regen und Fotografierens stark reduziert hatte, so daß eine relativ niedrig erscheinende mittlere Geschwindigkeit von 49 km/h verständlich wird.

Bleibt noch das 3.Foto vom (festen) Standort Rosengarten-Nenndorf aus : Die in Frage kommende Aufnahmezeit lag gemäß Angaben bei Thomas Sävert (www.tornadoliste.de) zwischen 15.55 und 16.10 UTC, die Blickrichtung war Südwest. Das damals als erstes von vier geschossenen Fotos war dieses :



Wie der Fotograf selbst betonte, entstand die Funnelcloud am Rand der Schlechtwetterbewölkung (Zelle). In der angegebenen Zeit näherte sich der stromabwärtige Bereich der �blauen Zelle� :

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 15.50 UTC bis 16.10 UTC :



Meiner Meinung nach kommen für die Datierung 2 Zeitpunkte innerhalb des oben angegebenen Zeitintervalls in Frage, einmal etwa 15.57 UTC, dann etwa 16.05 UTC. Im ersten Fall zeigte vom Fotostandort in Richtung Südwest die östliche Seite des vorderen Zellbereiches einen schärferen Gradienten mit hookartiger Verformung. Im zweiten Fall war es die Südostseite, auch noch im wesentlichen im vorderen Bereich der Zelle. Danach war der Blick auf die Zelle nur noch Richtung Nordwesten. Ich selbst würde den zweiten Zeitpunkt als den wahrscheinlichsten annehmen.


REFLEKTIVITÄTSBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON SEGRAHN UND ROGGENDORF :

Wie die Betrachtung der Komposit-Loops zeigte, stellten die Tornados von Segrahn und Roggendorf die Endphase des am 27.03.06 beobachteten Tornado-Outbreaks im Norden Deutschlands dar (sieht man von 2 zusätzlichen Verdachtsfällen ab), die beide direkt in der Squall-Line entstanden.

Der folgende Loop mit 5-minütigen hochauflösenden Reflektivitätsbildern von Hamburg umfaßt den Zeitbereich nach dem Hamburg-Harburger Tornado bis 17.55 UTC.

Radarreflektivitäts-Loop Hamburg 27.03.06 17.10 UTC bis 17.55 UTC :



�Blaue Zelle� und Hamburg-Harburger Zelle (beide violett markiert) wanderten innerhalb der Squall-Line nordostwärts weiter in den Raum südöstliches Schleswig-Holstein, anschließend westliches Mecklenburg-Vorpommern. Dabei holte die Hamburg-Harburger Zelle die �blaue Zelle� etwa um 17.30 UTC ein und verschmolz mit ihr. Auffällig, wie stark sich zunächst beide Zellen und dann auch die vereinigte Zelle bis zum Schluß des Loops hielten. Es gab teilweise sogar Ansätze zu einem Hook. Die Entwicklung der Zellen der beiden letzten Tornados ging zeitlich gestuft vor sich und sie zeigte sich, da in der Squall-Line inkorporiert, nicht so auffällig wie bei den vorherigen (isolierten) tornadischen Zellen. Das deutete sich ja schon im Komposit-Loop an. Am Anfang des Loops, um 17.10 UTC, konnte man in einer vorher eher unstrukturierten zellartigen Echo-Umgebung eine neue Teilzelle im Süden von Hamburg sehen. Dies war der Anfang der Roggendorfer Zelle. Bis 17.30 UTC blieb die neue Zellstruktur in ihrer Konfiguration pulsierend ohne wesentlichen Schwerpunkt, während sie ost- bis nordostwärts wanderte. Um 17.35 UTC trat die Zelle im Gebiet nordwestlich von Schwarzenbek erstmals als ein kompaktes, intensives Gebilde auf, bereits auch mit guten Andeutungen eines Hooks. Die Intensität hielt sich in der Folgezeit in gleicher Stärke und auch die Hookansätze blieben bestehen. Erst um etwa 17.40 UTC schlug die Geburtsstunde der Segrahner tornadischen Zelle knapp südsüdwestlich der Roggendorfer Zelle. Sie erreichte schon nach 5 Minuten (17.45 UTC) eine beachtliche Intensität und kompakte Form. Beide Zellen wanderten dann parallel weiter, um 17.55 UTC gelb blinkend markiert. Um diese Zeit sah man bei beiden Zellen auch Hook-Strukturen. Es war auch direkt die Zeit des Tornados von Segrahn. Die Beobachtungszeit des Tornados von Roggendorf ist am Ende dieses Loops noch nicht enthalten.


RADIALWINDBILDER VON HAMBURG ZU DEN TORNADOS VON SEGRAHN UND ROGGENDORF :

Abschließend auch für die beiden letzten Tornadofälle wieder die Vergleiche von Radarreflektivität und Radialwinden und zwar zu 5 Terminen. Die eindeutigste Aussage konnte der erste Vergleich bieten mit dem Termin 17.10 UTC, kurz nach dem Hamburg-Harburger Tornado :

Reflektivität links 27.03.06 17.10 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 17.08 UTC :



Hintereinander reihten sich zu dieser Zeit innerhalb der Squall-Line 3 Zellen. Bei der vorderster Zelle (violett), der �blauen Zelle entsprach dem kräftigen Signal der Reflektivität kein vergleichbar klares Rotationssignal in den Radialwinden. Deutlich dagegen die Aussage bei der Zelle dahinter, der Hamburg-Harburger tornadischen Zelle an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg, wo in den Radialwinden ein gutes bipolares Windmuster (rot/grün) beiderseits der Achse Zelle-Radarstandort zu sehen war. Die neue, spätere Roggendorfer Zelle erschien im Radialwindbild noch unscheinbar.

Reflektivität links 27.03.06 17.25 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 17.23 UTC :



Bis zum Zeitpunkt 17.25 UTC verlor sich die vorher deutliche Struktur der alten Hamburg-Harburger Zelle weitgehend. Wenig klar auch die Aussage der beiden anderen Zellen einschließlich der neuen nachrückenden späteren Roggendorfer Zelle.

Reflektivität links 27.03.06 17.40 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 17.38 UTC :



Während bei der verschmolzenen Hamburg-Harburger und �blauer Zelle� um 17.40 UTC weiterhin keine rotationstypischen Signaturen im Radialwindbild mehr existierten, war gleichzeitig die im Reflektionsfeld schon sehr kräftige und markante Roggendorfer Zelle nur mit einer leichten Andeutung einer Rotation verbunden.

Reflektivität links 27.03.06 17.55 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 17.53 UTC :



Um 17.55 UTC, als die beiden tornadischen Zellen auf ihrem Höhepunkt standen, mit akuter Ausbildung des Segrahner Tornados und kurz vor der Entstehung des Roggendorfer Tornados, zeigte nur die Roggendorfer Zelle ein unklares (zyklonales) Rotationsmuster im Radialwindbild. Von Rotation war bei der Segrahner Zelle praktisch nichts zu sehen. Hier stellte sich u.a. die Frage nach einer Signaldämpfung durch das breite Niederschlagsgebiet im Rückraum der Squall-Line. Schließlich noch der letzte Vergleich von 18.10 UTC :

Reflektivität links 27.03.06 18.10 UTC, Radialwinde rechts 27.03.06 18.08 UTC :



Der Zeitpunkt 18.10 UTC, also während des Auftretens des Roggendorfer Tornados, brachte keine neuen Erkenntnisse. Bei beiden Zellen konnte man keine signifikanten Rotationsstrukturen feststellen, und das trotz Hook-Andeutungen im Reflektionsbild.


FAZIT :

1. Ziel dieses 2.Teils der Analyse des Tornado-Outbreaks vom 27.03.06 war die Detailbetrachtung der mit der damaligen Wetterlage verbundenen konvektiven Strukturen anhand zeitlich und räumlich hoch auflösender Radarinformationen, insbesondere um den Zusammenhang zwischen Radarstrukturen und Tornado-Auslösung darzustellen.
2. Angesichts der komplexen Situation und der teilweise schwierigen Datenlage war es nötig, für eine anschauliche und nachvollziehbare inhaltliche Diskussion das Datenmaterial speziell aufzubereiten.
3. Es zeigte sich zunächst, daß die konvektiven Zellen, die zu den Tornados führten, zeitlich abgestuft hauptsächlich im Vorfeld einer sich herausbildenden Squall-Line entstanden und besonders bei der Radarreflektivität über markante, meist engräumige Strukturen mit hookartigen Verformungen verfügten.
4. Die Radialwinddarstellungen zeigten Rotationsstrukturen nur teilweise, was möglicherweise auch an der Art der Datenerfassung lag. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, daß es sich fast durchweg um Tornados aus Superzellen heraus handelte.
5. Die 8 durch visuelle Beobachtungen, Fotos und Schadenserfassung dokumentierten Tornadofälle des 27.03.06 konnten in ihrem zeitlichen Rahmen weitgehend bestätigt werden, allerdings gab es speziell im Bereich zwischen Bremen und Hamburg bei der Überprüfung mittels der hochauflösenden Radardaten auch Diskrepanzen zu den originalen zeitlichen Angaben, die teilweise auch näher präzisiert werden konnten.


Wetterfuchs



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