Interessante Beiträge :  Wetterzentrale Forum Wetterzentrale Forum

| Wetterzentrale-Startseite | Wetterzentrale-Chat | Wetterchronik | wetter-foto.de | Das alte WZ-Forum-Archiv (05/1999-04/2007) |

| Nutzungsbedingungen/Forumsregeln/Datenschutz | Die neuesten Postings aus allen Foren | Wettersymbole einbinden | Präfixe in Betreffs verwenden |

Analyse/Rückblick: Der markante 30.7.2009 im Norden... geschrieben von: Jan Hinrich Struve (August 2009)
geschrieben von: Admin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. November 2009 13:18

Link zum Originalbeitrag: [www.wzforum.de]

Am 30.7. stand in Norddeutschland ein Wettertag an, der vielleicht nicht die ganz großen bemerkenswerten Unwetter brachte, aber im Detail doch, vor allem für den Sommer interessante Strukturen einer Gewitterlage. Der Gewittertag teilte sich in zwei Schwerpunkte auf. Am frühen Morgen zog eine sehr dynamische Kaltfront über den Nordwesten Deutschlands hinweg. Diese trat als bemerkenswert starkes und geschlossenens skaliges Niederschlagsband auf und war nicht wirklich typisch sommerlich. Gegen Abend zog dann im postfrontalen Trogsektor eine Konvektionsstaffel mit einer möglichen Superzelle am Südrand über Hamburg hinweg. Hier wurden verdächtige Aufwindstrukturen und Hagel gemeldet, zudem traten verdächtige Radarsignaturen auf. Auf diese beiden Schwerpunkte soll hier nun eingegangen werden anhand von Kartenmaterial, Radarbildern, Wasserdampfbildern und teilweise auch Beobachtungen. Daher wird dieser Rückblick weder reinen dokumentarischen, noch reinen analytischen Charakter haben, sondern so ein Zwischending. Legen wir los:

http://img4.imageshack.us/img4/1796/44906763.gif
Beginnen wir mit dem Blick auf die Ausgangslage in der Nacht auf den 30. Juli. Die Großwetterlage wird bestimmt von einem Tief über dem Nordatlantik mit kern bei Island, welches sowohl am Boden, als auch in der Höhe ausgeprägt ist. Als Gegenspieler hat dieses tief einen eher schwachbrüstigen Hochdruckkeil über Osteuropa, so dass die Ausläufer des Islandtiefs keine große Mühe haben nach Mitteleuropa vorzudringen. An seiner Südflanke ist das, ich nenne es jetzt mal Zentraltief sehr aktiv, mehrere z.T. markante Kurzwellentrögeund Randtiefs werden hier rasch nach Westen gelenkt. Für sommerliche Verhältnisse hat sich hier eine sehr dynamische Westsrömung aufgebaut. Auf Mitteleuropa zieht in der Nacht auf den 30.7 so eine sehr dynamische Kombination aus markantem Bodentief und scharfem Kurzwellentrog zu. Auf dem Atlantik spielt sich derweil ein Prozess ab, der später für den zweiten Abschnitt des markanten Wettertages wichtig wird. Das kräftige Randtief über dem Mittelatlantik, welches schon fast die Verbindung zum „Zentraltief“ gekappt hat und sich langsam eigenständig macht, schaufelt auf seiner Vorderseite fleißig subtropische Warmluft nach Norden. Dies wölbt einen kleinen Keil in der Höhe auf, welcher wiederum durch leichte KLA auf seiner sich durch die WLA auf der Rückseite verschärfenden Vorderseite für die Vertiefung eines kleinen Kurzwellentroges bei Irland sorgt. Dieser Trog wird, genährt von der leichten KLA weiter Richtung Mitteleuropa schwimmen und dort eine Rolle im schon angesprochenen zweiten Akt des Tages spielen. Zunächst aber zum Tief Nr. 1 über der Nordsee.

http://img40.imageshack.us/img40/2276/89466090.gif
Dieses Tief ist zum Ausgangszeitpunkt dieses Rückblicks im Begriff mit seiner Kaltfront auf Westdeutschland überzugreifen. Hierbei ist (mir) nicht ganz klar, wo sich die Kaltfront genau befindet. Aufgrund der Vorgeschichte ist dies auch nicht ganz so einfach zu identifizieren. Das neue Teif hat eine Okklusion reaktiviert und wieder einen Kalt- und Warmfontteil erzeugt. Hierbei wurde eine über Mitteleuropa lagernde, feucht-warme Luftmasse in den Warmsektor mit einbezogen. An der Westgrenze dieser ist auch ein starker Theta-E-Gradient vorhanden, allerdings ist die ursprüngliche Kaltfront am Theta-E-Gradient der alten Okklusion platziert, da wo ich sie nun eingezeichnet habe. Allerdings wäre auch die gestrichelt eingezeichnete Linie als Kaltfront denkbar, auch wenn dies eigentlich nicht zur Entstehungsgeschichte des Tiefs passsen würde. Mit der Annäherung der Front und des markanten Kurzwellentroges (positive Vorticityadvektion) wird die feucht-labile Luft in Westdeutschland nun aktiviert.

http://img12.imageshack.us/img12/3145/0115i.gif
Ab Mitternacht entstehen im Westen rasch zahlreiche Zellen, die laut Beobachtungen im Forum auch sehr blitzreich waren. Diese ziehen mit durchschnittlichem Tempo nach Nordnordost. Welche Zellen hierbei bereits zur Kaltfront gehören und welche noch knapp vorlaufend ausgelöst werden ist hier noch nicht wirklich ersichtlich. Ganz im Norden über Schleswig-Holstein sieht man noch die sehr schwachen Echos der eindringenden Warmluft. Niederschlag gab es keinen, allerdings eine sehr stark spürbare Zunahme der Lufttemperatur- und Feuchtigkeit mitten in der Nacht. Die Temperaturen bewegten sich hier nun noch nahe 20°c um 01:00 Uhr nachts!

http://www.wzforum.de/forum2/file.php?0,file=16831

Um 3 Uhr hat sich die gesamte Gewitterzone noch etwas aufgeplustert und verdichtet. Von einigen noch eher versteuten „Zellenhaufen“ vollzieht sich nun die Umwandlung in eine linienförmige Struktur. Die Kaltfront ist deutlicher zu erkennen und als kräftiges Starkregenband mit eingelagerten Gewittern zu identifizieren. Was verursacht nun diese Umwandlung, bzw. rasche Strukturierung?!

http://img12.imageshack.us/img12/3406/27186680.gif
Hierzu ein Blick auf die Lage am Donnerstag Morgen. Der Kurzwellentrog hat sich noch weiter verschärft und liegt nun mit seiner recht scharf gekrümmten Achse über der Deutschen Bucht bis zum Erzgebirge. Auf der Vorderseite liegt nun knapp die Kaltfront über Schleswig-Holstein. Wie steht nun das Potential für lineare Entwicklung an der Front? Für so eine Entwicklung braucht man grob zwei Faktoren, einen kräftigen Trog mit markanter PVA auf der Vorderseite und krätfige Winde in mittleren und tiefen Schichten. Hier ein Blick auf diese Faktoren.

http://img12.imageshack.us/img12/6026/35370592.gif
Zunächst die PVA. Wie auf dieser Karte ersichtlich treibt der scharf gekrümmte Trog ein extrem starkes Vortmax vor sich her. Da die höchste Stufe der Skala großflächig erreicht wird kann man als Maximum von noch höheren Werten ausgehen. Kräftige bis extreme PVA ist also vorhanden. Aber nicht nur von dieser Seite kommt hebende Unterstützung für die Front.

http://img31.imageshack.us/img31/2694/34845092.gif
Auf der Südseite des zentralen Höhentiefs bei island hat sich ein für die Sommerzeit markanter „jetstreak“ ausgebildet. Dieser verläuft bereits bogenförmig nach Westdeutschland hinein, so dass Schleswig-Holstein und die Kaltfront dort unmittelbar im linken Jetauszug liegen. Wie in der Karte zu sehen verursacht dies Divergenz in der Höhe, d.h. Konvergenz und Hebung in tiefen Schichten. Von der Hebung her hat die Front also keinen Mangel zu befürchten.

http://img29.imageshack.us/img29/6747/47600369.gif
Aufgrund des sich stark entwickelnden Tiefs, welches vom Boden bis in mittlere Höhen einen starken Gradienten erzeugt ist auch das Windangebot in diesen Schichten reichhaltig. Diese Windzunahme entwickelte sich im Laufe der Nacht besonders stark an der Südflanke des Tiefs, wo sich ein richtiges Sturmfeld ausbilden konnte. Eher ungewöhnlich für sommerliche Tiefdruckentwicklungen, möglich gemacht durch die hohe Dynamik. PVA und starker Wind in tiefen/mittleren Schichten sind also vorhanden, die Umwandlung der Front von verstreuten Clustern in ein kräftiges, gewittriges Starkregenband die logische Folge. Aber Hebung und Feuchte sind ja nicht alles, da ist ja noch die Labilität. Und die ist ja bekanntlich gegen frühem Morgen eigentlich eher im vom Jörg Kachelmann viel zitierten „decrescendo“. Daher betrachten wir nun auch noch die Labilität.

http://img30.imageshack.us/img30/7668/76732440.gif
Erste Station um sich einen schnellen Überblick über die potentielle Labilität zu schaffen ist der KO-Index. Unwillkürlich zieht aber erst mal die markante Hebung über dem Zielgebiet bis hoch nach Südnorwegen den Blick auf sich. Hier leisten der Kurzwellentrog und der linke Jetauszug „gute“ Arbeit. Der zweite Blick auf die Karte: ja, potentiell ist die Schichtung labil und durch die Hebung wird sie auch akut labil. Nun kann man sich nach Genießen dieser Karte entweder über die vorhandene Labilität ärgern oder freuen und dann den Computer ausmachen, oder sich weiterführend fragen, warum die Schichtung denn überhaupt labil ist? Als guter Hobbymeteorologe wählt natürlich jeder hier Variante 2. Zwinkern Schauen wir mal auf die 500 hPa-Temperaturkarte.

http://img269.imageshack.us/img269/1496/59138450.gif
Auf der Südflanke des zentralen Höhentiefs ist recht großflächig für Sommer kalte Höhenluft aktiv (-20°c bis unter -25°c in 500 hPa). Eine kurze dazwischenfunkende Bemerkung bezüglich des zweiten Troges, der mittlerweile Irland erreicht hat besagt, dass auffällig ist, dass er sich in der höhenkältesten Luft befindet. Hier deutet sich also für den Abend bereits für den vorausschauenden Hobbymeteorologen eine konvektionsfreudige Mischung aus Trogvorderseite und labiler Höhenkälte an. Entscheidend für die Labilität an der Front ist nun aber, wie rasch die Höhenkaltluft mit einfließt und ob diese die Front sogar überströmt. Letzteres ist hier sogar der Fall. Die -20°c Isotherme überflügelt leichtfüßig in 500 hPa die Höhentrogachse und legt sich über die Bodenkaltfront. Da vor der Bodenkaltfront die Warmluft natürlich noch nicht ausgeräumt ist, ergibt sich hier ein sehr labiler vertikaler Temperaturgradient zwischen kalter Höhenluft und feucht-warmer Bodenluft. Findet nun an der Vorderkante der Kaltfront Konvektion statt hat diese hervorragende Bedingungen hoch hinaus zu schießen. Aber dies ist hier auch wieder nur die halbe Wahrheit bezüglich der Labilität. Hier funkt nun noch ein Prozess dazwischen, der nun in dieser Ausprägung nicht wirklich typisch ist, der trockene Oberstrom ("dry intrusion". Hierbei wird auf der Rückseite der Zyklone auf der kalten Seite des „jetstreams“ ein Strom trockener Stratosphärenluft in tiefere Schichten advehiert ("dry slot"). Legt sich diese sehr trockene Luft nun über die feucht-warme Luft am Boden baut sich potentielle Labilität auf, die durch trogvorderseitige Hebung freigesetzt werden kann. Die Frage ist nun also, ob sich bei dieser sehr dynamischen Zyklone ein kräftiger „dry slot“ bilden kann und ob dieser in den Kaltfrontbeeich vordringen kann und dort die Labilität steigern. Die Karte der „isentropen potentiellen Vorticity“ (IPV), an der man die potentielle Bildung eines „dry slots“ erkennen kann ist leider nicht im wetter3-Archiv verfügbar, es sie aber gesagt, dass diese sehr markante Anzeichen eines „dry slots“ zeigte, der auch bis zur Kaltfront vordringen sollte.

http://img269.imageshack.us/img269/8576/0500.jpg
Zur akuten Identifizierung eines „dry slots“ eignet sich am besten die Darstellung von EUMETSAT, in der Luftmassen nach ihren charakteristischen Eigenschaften farblich gekennzeichnet sind. Die trockene Stratosphärenluft erscheint hier rot bis pink. Schön zu sehen ist hier der langgezogene, für Sommer prächtige „dry slot“ von Irland über die südliche Nordsee bis nach Schleswig-Holstein, von wo er sich langsam Richtung Tiefzentrum wickelt. Hierbei überlagert er auch den mächtigen Cirrenschirm der Kaltfront, welche sich markant über Schleswig-Holstein und der Nordsee abbildet. Durch den „dry slot“, die Höhenkaltluft, den Kurzwellentrog und den linken Jetauszug werden der Kaltfront also nahezu perfekte Bedingungen gegeben, der einzige, dafür aber natürlich gewichtige hemmende Faktor ist die Tageszeit. Wäre die Kaltfront am späten Nachmittag in so ein Setup hereingerausch wäre da sicher vor allem gewittermäßig noch mehr passiert. Nun aber stellt sich das Radarbild am frühen Morgen so dar.

http://img41.imageshack.us/img41/9097/0530.gif
Von der Nordsee bis nach Hannover hatte sich an der Front ein markantes Starkregenband gebildet. Daran schlossen sich über Mitteldeutschland wieder eher unorganisierte Zellen an. Dies ist der hier nachlassenden Dynamik geschuldet, der Wind in den mittleren Schichten sowie die PVA war hier abseits des Paares Höhentrog/Bodentief sehr viel geringer. Interessant nun noch zeierlei Sachen. Einmal für die Allgemeinheit die direkt im Anschluß an die Front wieder einsetzende Konvektion, die die sehr labile Luftmasse (KO-Index tlws. Postfrontal < -6!) verdeutlichte. Dann noch für mich persönlich die kleine konvektive Linie, die sich vor Kiel neu bildete. Etwa zu diesem Zeitpunkt beobachtete ich eine sehr beeindruckende Shelfcloud, die aus Südwest auf Kiel zurollte. Abgerundet wurde dies durch den am Nordosthimmel gleichzeitig stattfindenden Sonnenaufgang. Kurz darauf begann es aus dem hinter der Shelf aufziehenden Niederschlagskern zu blitzen und donnern und auf ein kurzes Gewitter folgte ca. 45 Minuten skaliger Regen.

http://img40.imageshack.us/img40/3817/0645.gif
Hier zog gerade der stärkste Regen über mich hinweg, dahinter brodelten aber direkt kleine Zellen hoch, von denen eine direkt nach Frontdurchzug nordwestlich an der Stadt entlang schrammte, kurz danach eine südlich. Insgesamt wurde die Front nun schwächer.

http://img13.imageshack.us/img13/1811/0900t.jpg
Danach kehrt erstmal etwas Ruhe ein. Die Rückseite des ersten Troges überzieht den Norden mit Absinken, eine wolkenarme Zone nähert sich von Westen. Dies kaschiert aber nur mit Mühe und sehr starker NVA, dass da immer noch eine potentiell labile Luftmasse lagert. Der „dry slot“ strömt über Norddeutschland hinweg und zieht noch eine ganze Schleppe bis Irland hinter sich her. Aber wenn es nun weiterhin labil ist, warum reicht es kurzzeitig nicht mal mehr für schwache Schauer? Nun, es ist halt eben nur potenitelle Labilität, d.h. man braucht Hebung, um sie freizusetzen, diese ist aufgrund der erwähnten NVA nicht gegeben, im Gegenteil. Daher kann es auch zunächst einmal keine weitere Konvektion geben. Dies wird sich aber gegen Nachmittag langsam wieder ändern mit Annäherung der zweiten Trogachse. Diese läutet dann den zwiten Teil des Wettertages ein. Zunächst aber die Situation gegen Mittag mit dem 12z-Radiosondenaufstieg von Schleswig.

http://img18.imageshack.us/img18/3070/87352846.gif
Die postfrontale Luftmasse ist in den unteren Schichten recht feucht, etwa ab 700 hPa trocknet die Luftmasse aber recht aprupt ab. Die Hebungskurve verläuft ziemlich parallel zur Temperaturkurve, daher können sich keine großen CAPE und LI-Werte aufbauen, potentiell instabil ist die Luftmasse aber aufgrund des überlagernden „dry slots“ schon. Bemerkenswert ist vor allem die heftige Windzunahme in den unteren Schichten. Ein Setup, welches bei Freisetzung der Labilität durch PVA flache Superzellen möglich machen kann. Gegen Nachmittag zeigt sich die Situation dann wie folgt.

http://img17.imageshack.us/img17/7171/1630p.gif
Mit nachlassender NVA des abziehenden Morgentroges scheint die Sonne in die leicht labile postfrontale Luftmasse, ohne wirklichen dynamischen Antrieb wachsen die Zellen unorganisiert und kurzlebig. Trotzdem reichte es für einige nette kleine Schauer in Kiel. Richtung Nordsee nimmt die Konvektion aber schon wieder zu und beginnt sich auch schon wieder in kleinen Clustern zu organisieren. Die Zelle nordwestlich von Amsterdam wird sich in den kommenden Stunden stetig weiter nach Osten verlagern und dabei eine bemerkenswerte Entwicklung durchmachen. Aber der Reihe nach.

http://img17.imageshack.us/img17/3589/82124621.gif
Gegen Abend befindet sich Norddeutschland immer mehr im Einfluss der Vorderseite des sich annähernden zweiten Höhentroges. Zwischen den beiden Trögen hat sich zudem eine Zone mit starkem Gradienten in der Höhe gebildet. Dass diese auch bis in die mittleren Schichten mit starken Winden durchgreift, haben wir ja schon im Schleswig-Sounding gesehen. Mit dieser Trogvorderseite greift nun wieder verstärkte Hebung auf den Nordwesten Deutschlands über.

http://img39.imageshack.us/img39/3963/75329980.gif
Auf der Vorticityadvektionskarte zeigt sich die lehrbuchhafte Verteilung der Vorticityadvektion innerhalb des Kurzwellentroges. Vorderseitig starke PVA, rückseitig sehr starke NVA, im Kern kaum Advektion. Der dynamische Antrieb verstärkt sich nun also wieder von Westen. Auch in 300 hPa sind die sehr dich gedrängten Isohypsen zwischen den beiden Trogachsen auffällig.

http://img12.imageshack.us/img12/2316/59937156.gif
Dies hat einen verhältnismäßig starken “jetstreak” zur Folge, der genau über den Nordwesten Deutschlands verläuft. Im Winterhlabjahr wäre dies bei weitem nichts Außergewöhnliches, im Sommer ist dies aber schon ein wenig eine besondere Situation.

http://img39.imageshack.us/img39/3096/99939489.gif
Am Morgen hatten wir ja bereits gesehen, dass sich die zweite Trogachse in dem Gebiet der höhenkältesten Luft befindet. Diese hat sie nun auch bis nach Nordwestdeutschland mitgebracht. Die Tiefstwerte erreichten immer noch knapp -25°c in 500 hPa. Folgerichtig daraus ergibt sich wieder eine potentiell labile Schichtung. Allerdings ist diese potentielle Labilität nicht so hoch wie am Morgen. Dies liegt daran, dass am Morgen die kalte Höhenluft sich über die präfrontale Warmluft legte. Dies hatte einen großen vertikalen Temperaturgradienten zur Folge und hohe potentielle Labilität. Nun legt sich die höhenkalte Luft aber “nur” über die kühle, postfrontale Luft, d.h. der vertikale Temperaturgradient ist geringer und die Labilität auch. Der KO-Index ist deshalb auch nur leicht negativ. Allerdings lagert da ja immer noch was in der Höhe.

http://img15.imageshack.us/img15/8231/1800c.jpg
Der ungewöhnlich intensive “dry slot” lagert immer noch über Nordwestdeutschland. Wie weiter oben bereits erwähnt sorgt dieser durch die Überlagerung der feucht-milden Bodenluft mit sehr trockener Stratosphärenluft für potentielle Instabilität. Wird diese durch dynamische Hebung freigesetzt wird die Atmosphäre akut instabil. Dies wird nun durch den sich nähernden Höhentrog geschehen. Die Labilität ist also durch Addition dieser zunächst potentiellen Instabilität höher als auf den Karten ersichtlich. Möglicherweise hat dies der Luftmasse den letzten “kick” gegeben um die Entwicklungen möglich zu machen, wie sie wenig später über Hamburg auftreten werden. Im blauen Sektor hat sich unter dem “dry slot” und unter PVA-Einfluss bereits einiges Konvektives gebildet.

http://img8.imageshack.us/img8/4131/2000f.gif
Gehen wir nun in die akute Phase vor dem Hamburg-Gewitter über. Auf dem Radar haben sich mittlerweile mehrere Schauer- und Gewittercluster gebildet, unserer Cluster ist der, der östlich von Emden liegt. Dieser ist aus der Ex-Amsterdam-Zelle entstanden und zieht unter Verstärkung ostwärts auf HH zu. Die tagesgangbedingte Konvektion über Schleswig-Holstein hat sich mittlerweile abgeschwächt.

http://img197.imageshack.us/img197/1125/2000k.jpg
Auch im Satbild sieht man, dass sich die Konvektion weiter östlich verlagert. Blau umrahmt ist das gesamte Konvektionsgebiet unter dem “dry slot”, gelb die HH-Zelle.

http://img41.imageshack.us/img41/368/2100.gif
Gegen 9 Uhr abends verschärft sich die Situation vor den Toren Hamburgs. Am Südostende des Clusters verstärkt sich nun eine Zelle rasch, sie besitzt bereits einen Kern höchster Radarintensität und sieht auch von der Echostruktur sehr gesund aus. Für den Zeitraum des Zuges über Hamburg wechseln wir nun in den Radaruasschnitt HH/SH.

http://img31.imageshack.us/img31/9186/2130s.gif
Um 21:30 Uhr wird nun endgültig die besondere Stellung der Zelle deutlich. Am Südende des linienförmigen Clusters zieht sie bereits leicht rechts ausscherend über die Hamburger Stadtmitte. Hier zeigte sich im Radar dann eine verdächtige Struktur innerhalb der Zelle.

http://img7.imageshack.us/img7/3785/hook2134.jpg
Gegen 21:34 Uhr wird auf dem Radar von www.wetterspiegel.de (danke für die Erlaubnis der Benutzung!) im Hamburg-Ausschnitt dieses “hook-echo” registriert, welches im groben Wetter-Online-Radar so nicht zu sehen ist. Hiermit verdichten sich neben der exponierten Stellung der Zelle am Südende der Linie und der nach rechts ausscherenden Zugbahn die Anzeichen für eine Superzelle, die da am Abend über Hamburg zog. Aus Hamburg wurde weiterhin von Hagel, heftigem Starkregen und verdächtigen Aufwindstrukturen berichtet. Ein weiteres Indiz ist die im Gegensatz zu den meisten anderen Zellen des Abends lange Lebensdauer der einzelnen Zelle, wie man in den abschließenden Radarbildern sehen wird.

http://img25.imageshack.us/img25/1323/2145r.gif
http://img40.imageshack.us/img40/7766/2215f.gif
http://img34.imageshack.us/img34/4666/2245g.gif
Über den Osten Hamburgs zieht die weiterhin kräftige und rechts ausscherende Zelle Richtung mecklenburg-vorpommernsche Grenze und dann weiter auf Schwerin zu. Knapp nördlich von Schwerin löst sie sich dann gegen 23:45 auf, d.h. als kräftige Zelle lebte sie fast 3 Stunden lang. Der skalige Regen des Restcluster zieht unter Abchwächung derweil auf Kiel und Ostholstein zu, ein Indiz für das markante Ausscheren der Zelle.

Ob an diesem Abend wirklich eine Superzelle über Hamburg hinweg zog lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, einige Indizien sowie das synoptische Setup deuten aber darauf hin. Von Kiel aus war sie nur als dunkle Masse am Südhimmel erkennbar. Vielleicht kann man ja noch irgendwie Doppler-Bilder hinterherliefern, so bleibt aber nur das abschließende Fazit: vielleicht war es eine Superzelle. Zwinkern

Ein aufregender Wettertag geht damit im Norden zu Ende, wenn man so etwas selbst miterleben kann ist es gleich noch einmal doppelt so aufregend. Zwinkern
Jedenfalls war es ein schönes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn ein wenig sommerliche Energie auf ein wenig winterliche Dynamik trifft.

MfG
Jan Hinrich

Quellen:

www.wetter3.de
www.wetteronline.de
www.wetterspiegel.de
[oiswww.eumetsat.org]
[weather.uwyo.edu]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.10 15:09.



Thema Klicks geschrieben von Datum/Zeit
  Analysen von Gewitter- und Starkregenlagen (oT) 14062 Admin 09.10.08 08:22
  07.08.08 : Analyse einer ungewöhnlichen Superzelle im Norden - Wetterfuchs 4717 Admin 08.10.08 13:06
  Die Schwergewitterlage Ende Mai 2008 im Westen - Fabian aus Bochum 3588 Admin 08.10.08 13:04
  15.05.2008 - Konvergenz in NRW - Gewitter/Starkregen - Fabian aus Bochum 3679 Admin 08.10.08 13:03
  29.07.05 (1) : Hagel + Tornadoverdacht Südwest/Süd 8518 Wetterfuchs 14.11.05 20:35
  29.07.05 (2): Superzellen/Super-Sqallline Nordost 6698 Wetterfuchs 08.12.05 20:50
  29.07.05 (3): Extremhagel der LP-Superzelle 5997 Michel (Erzgebirge, 670m Höhe) 09.03.06 22:43
  29.07.05 (4): Starkwindereignis durch Squall 5940 Michel (Erzgebirge, 670m Höhe) 09.03.06 22:51
  29.07.05 (5): Zu den Sturmschäden - Oberpfalz 4201 Martin Hubrig, Melle - Whh., 20 km sö 11.03.06 09:14
  29.07.05 (6): Tornado durch LP-Superzelle 4375 Michel (Erzgebirge, 670m Höhe) 08.04.06 00:17
  29.07.05 (7): Dunkelheit am Tage - Rückanalyse 7179 Marco Puckert 06.03.07 12:33
  29.7.05: Heute vor 2 Jahren, schwere Unwetterlage in weiten Teilen Deutschlands...- Michel, Erzgebirge 3318 Admin 08.10.08 12:51
  Analyse zum Unwetter in Dortmund am 26.07.2008 - Fabian aus Bochum 3956 Admin 08.10.08 13:05
  Großer Jahresrückblick 2007 für Sachsen und das Erzgebirge - Michel/Erzgebirge 3095 Admin 08.10.08 12:48
  04.10.07 Unwetter Mallorca : Beobachtungen und Analyse / Org: Wetterfuchs 9814 Admin 24.01.08 12:47
  10.07.07: Analyse der Wasserhosen/Tornados bei Borkum, Org: Wetterfuchs am 10.07.2007 7881 Admin 20.09.07 11:20
  02.08.07: Eine Super-Multizelle durchquert die Alpen - Org: Wetterfuchs, 9.08.2007 9244 Admin 20.09.07 11:18
  Welch ein Sommerwetter : Sturm, Regenkaskaden, <15°C - Org: Wetterfuchs am 27.06.2007 9152 Admin 29.06.07 10:46
  26.06.07 Eutin : Ein irrer Liniendurchgang - Org: Wetterfuchs am 26.06.2007 6537 Admin 29.06.07 10:44
  Analyse + Bilder der Gewitterlage vom 25. Mai (ca. 3 MB ) - Org.: Björn, Hannover am 28.05.2007 8276 Admin 29.06.07 10:42
  Gewitter-Diagnose : Synopsis von Foto und Radar - Org.: Wetterfuchs am 8.06.2007 7254 Admin 29.06.07 10:41
  Bilderbericht zum Hagelunwetter im Osterzgebirge 5704 wetterfrosch aus sachsen 21.11.06 11:54
  dazu passend Zeitungsartikel: 9904 wetterfrosch aus sachsen 21.11.06 11:57
  03.08.06: Met.Analyse Tornado/Wasserhose vor Büsum 6819 Wetterfuchs 17.08.06 12:16
  Radardiskussion zur Squall-Line vom 25.6.2006 7643 Jan Hoffmann 14.08.06 13:18
  Der Unwettertag 16.06.2006 / Leipziger Superzelle 5517 Geggo, Glaubitz 99m (Sachsen) 14.08.06 13:15
  Die Superzellen vom 27./28.7.2005 8315 Bernold Feuerstein 09.03.06 22:20
  3 Tornados am Starnberger See (36 Bilder+1Video) 6022 Walter aus München 09.03.06 21:57
  27.07.05 : Die Megazelle von Frankfurt 6578 Wetterfuchs 14.09.05 11:14
  03.06.05 : Diagnose der Tornado-Verdachtsfälle 4763 Wetterfuchs 21.06.05 11:30
  14.06.05: Analyse des Ulmer Tornado-Verdachtsfalls 5339 Wetterfuchs 21.06.05 11:26
  03.06.05 : Der Geltinger Hagelfall 6110 Wetterfuchs 06.06.05 09:31
  05.05.05 : Meteorol. Umfeld d. Reutlinger Tornados 7088 Wetterfuchs 09.05.05 12:33
  26.03.05 : Diagnose der Hagellage im Münsterland 5453 Wetterfuchs 15.04.05 10:59
  Vielen Dank und einige Anmerkungen 3534 Jan Hoffmann 15.04.05 11:00
  Die ungewöhnliche Gewitterlage vom 01.10.04 5689 Wetterfuchs 31.10.04 21:11
  Das waren die Schwergewittertage des Sommers 2004 4223 Wetterfuchs 31.10.04 21:10
  Tornadolage vom 05.10.04 im Weserbergland 4570 Wetterfuchs 31.10.04 21:08
  18.07.04: Diagnose der Tornado-Lage vom Ruhrgebiet 6776 Wetterfuchs 26.10.04 15:46
  12.09.04 : War es ein Tornado oder nicht? 6179 Wetterfuchs 03.10.04 20:21
  Tornado von Prüm, 15.09 1986 - Eine Analyse 4318 Lars aus Neufahrn 03.10.04 20:18
  20.08.92 : Unvergeßlicher Unwettertag in SW-D 6797 Wetterfuchs am 02.09.2004 03.09.04 13:45
  Analyse zum F2-T4-Tornado Odenwald (10.06.2004) 4821 Felix Welzenbach 15.08.04 20:19
  23.07.04 : Diagnose Unwetter Bonn + Rhein-Main 6486 Wetterfuchs am 28.07.2004 31.07.04 22:34
  Tornados 23.06.04 : Synoptik + region.Strukturen 5710 Wetterfuchs am 30.06.2004 30.06.04 21:33
  Tornados 23.06.04 (2) : Aspekte von Micheln 4774 Wetterfuchs am 05.07.2004 06.07.04 07:07
  Rückanalyse zur Schwergewitterlage vom 10.06.2004 4258 Marco Puckert, 26.06.2004 02.07.04 12:43
  Gestriger Unwetterabend in Oklahoma 4774 mesoscale am 28.03.04 29.03.04 01:21
  Tornado Drochtersen : Schnell-Analyse 4761 Wetterfuchs am 13.01.04 16.01.04 21:55
  Gestern abend : Markante Frontogenese+Kanaleffekt 5319 Wetterfuchs am 14.01.04 16.01.04 21:58
  Synopt.Analyse - Tornado bei Kirchhain (3.11.2003) 5071 Org: Wetterfuchs, 4.11.2003 05.11.03 09:13
  Doppler-Radar-Analyse des Kirchhain-Tornados 5124 Jan Hoffmann, am 05.11.03 07.11.03 22:29
  Re: Doppler-Radar-Analyse des Kirchhain-Tornados 4223 Jan Hoffmann, am 15.11.03 17.11.03 16:06
  Schadensbericht mit Bildern und Video 5498 Eyk (wabern) am 06.11.03 11.11.03 21:44
  Teil 2 3603 Eyk (wabern), am 06.11.03 11.11.03 21:58
  Teil 3 3284 Eyk (wabern) am 06.11.03 11.11.03 22:05
  Bilddoku v. Kirchhainer Tornado - viele Pics 9284 Micha (Giessen, 180m) am 04.11.03 11.11.03 22:18
  Teil 2 ... viele Pics 3649 Micha (Giessen, 180m) am 04.011.03 11.11.03 22:22
  Teil 3 ... viele Pics 3489 Micha (Giessen, 180m) am 04.11.03 11.11.03 22:27
  Meine Intensitätseinschätzung z. Kirchhein-Tornado 3424 Martin Hubrig am 09.11.03 13.11.03 21:06
  Der Innsbrucker Gewittersturm vom 21.Juli 2003 4689 Org: Friedrich Föst, 27.08.2003 03.09.03 08:00
  Schadensanalyse/Bilder Teil 1 3315 Org: Friedrich Föst, 27.08.2003 03.09.03 08:02
  Schadensanalyse/Bilder Teil 2 4205 Org: Friedrich Föst, 27.08.2003 03.09.03 08:04
  16.07.03: Strukturvielfalt einer Schwergewitterlage 4775 Org: Wetterfuchs, 5.08.2003 03.09.03 07:56
  Zusatz zum Verlauf dieser Schwergewitterlage: 4557 Org: Marco Puckert, 5.08.2003 03.09.03 07:57
  09.07.02 : Starkgewitter vor dem Berlin-Unwetter 6871 org:Wetterfuchs am 09.07.03 09.07.03 21:19
  Rückschau : Entwicklung des Berliner Unwetters 7574 org: Wetterfuchs am 11.07.02 09.07.03 18:01
  18.06.02: Eine Gewitterlage der Superlative 6394 org. Wetterfuchs 02.07.2003 02.07.03 16:41
  Unwetterdoku vom 23.06.2003 4707 Christian (Braunschweig) 01.07.03 21:37
  Tornadolage 10.06.03 : Met.Strukturen (2,5 mB) 6689 Org: Wetterfuchs am 21.06.2003 21.06.03 13:09
  Ausführlicher Bericht aus Acht / Eifel 3829 Matthias, Bonn 12.06.03 21:14
  So! hier nun die Karte des Ortsgebietes Acht 3252 Matthias, Bonn 12.06.03 23:12
  Bilder aus Acht 3717 Matthias, Bonn 13.06.03 13:14
  Das Straßburger Gewitter-Drama vom 06.07.2001 6855 org:Wetterfuchs am 06.07.02 08.06.03 01:28
  MCS 07.07.2001 : Harmonie der Synergetik 5494 org:Wetterfuchs am 07. 07 2002 08.06.03 01:26
  Heute vor 2 Jahren : Schwergewitterlage 02.07.2000 6333 org:Wetterfuchs am 02.07.02 11.05.03 13:17
  Die Gewitterfront kam wie eine Wand, 02.06.99 7702 org:Wetterfuchs am 10.09.02 13.09.02 13:59
  Heute vor 8 Jahren : Schwere Hagelgewitter in NRW 5597 org:Wetterfuchs am 4.07.02 30.08.02 19:53
  21.07.92 : Top-Schwergewitterlage in Mitteleuropa 9854 org: Wetterfuchs 23.07.02 15:29
  Ein Markstein : Münchener Hagelunwetter 12.07.1984 7547 org: Wetterfuchs 24.07.02 10:08
  Noch ein Bericht zum Sturm am 10.Juli 2002 4644 org: Christoph Gatzen am 13.07.2002 21.08.02 20:32
  Interessante Bemerkungen zum Hagelschlag vom 15.06 5153 org: Martin Hubrig am 1.07.2002 21.08.02 20:28
  15.05.2008 - Konvergenz in NRW - Gewitter/Starkregen geschrieben von: Fabian aus Bochum (Mai 2008) 10441 Admin 30.11.09 13:17
  Analyse/Rückblick: Der markante 30.7.2009 im Norden... geschrieben von: Jan Hinrich Struve (August 2009) 5089 Admin 30.11.09 13:18
  Bemerkenswerte Boundary, 02.07.2009 geschrieben von: Roboter (Juli 2009) 2954 Admin 30.11.09 13:21
  Tornado-Outbreak Hamburg 27.03.06 (1) : Synoptik + Radar/Sat-Überblick geschrieben von: Wetterfuchs (März 2009) 5520 Admin 30.11.09 13:40
  Tornado-Outbreak Hamburg 27.03.06 (2) : Detail-Analyse Zell-Entwicklung + Tornados geschrieben von: Wetterfuchs 4676 Admin 30.11.09 13:41
  Tornado-Outbreak Hamburg 27.03.06 (3) : Kurzfristprognosen + Nowcasting geschrieben von: Wetterfuchs 8847 Admin 30.11.09 13:42


Du hast nicht die erforderliche Berechtigung, um in diesem Forum zu schreiben.