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DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist
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SXEU31 DWAV 051800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Sonntag, den 05.02.2012 um 18 UTC Markante Wettererscheinungen: Weiterhin teils strenger Dauerfrost. Dabei zunächst überwiegend trocken. Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 12 UTC ------------------------------------------------------------- Aktuell ... befindet sich Deutschland weiterhin im Einflussbereich eines umfangreichen Höhentroges, der sich in einer nord- südlichen Ausrichtung vom Pol über Skandinavien und Mitteleuropa bis nach Libyen erstreckt. Dabei sind zwei Drehzentren dominant, und zwar eins über dem Weißen Meer und das andere über Norditalien. Zwischen diesen beiden Drehzentren erfolgt in unserem Bereich ein leichter Potentialanstieg, der sich durch einen kurzwelligen Rücken bemerkbar macht. Am Boden verbleiben wir am Rand des Hochs über Nordrussland in einer brückenähnlichen Situation, wobei der Keil Richtung Mitteleuropa vorerst noch kräftig bleibt, nach Westen zu aber eine Schwachstelle aufweist, und erst im Seegebiet zwischen Madeira und Biskaya sich wieder eine eigenständige Hochdruckzone befindet. Über Westeuropa macht sich in der vorhandenen Schwachsetelle ein okkludiertes Frontensystem bemerkbar, das kaum noch nach Osten vorankommt, und somit Deutschland nicht errechen kann. Es wird sich an Ort und Stelle zunehmend auflösen. Die sehr kalte Luftmasse über Deutschland mit 850 hPa Temperaturen um minus 15 Grad bleibt auch kommende Nacht wetterbestimmend, so dass es bei meist klarem Himmel wieder zu strengem Nachtfrost zwischen minus 10 und minus 20 Grad kommen wird. Über Schneeflächen dürfte dich die Luft teils auch auf bis minus 25 Grad abkühlen. Im Osten Deutschlands fällt aus einer hochnebelartigen Bewölkung vereinzelt etwas Schnee. Montag ... bleibt recht niedriges Geopotential auch zu Beginn der neuen Woche über Europa dominierend. In Bodennähe bleibt es bei schwacher Kaltluftadvektion und damit überwiegt über Deutschland leichtes Absinken. Ausgehend vom kräftigen Hoch über Russland weist ein Keil nach Deutschland und bildet eine Brücke zum Hoch westlich der Iberischen Halbinsel. Die Verteilung der -15 Grad Isotherme in 850 hPa ändert sich gegenüber den Vortagen kaum, so dass das Temperaturniveau am Boden sich kaum ändern wird. Damit bleibt es bei mäßigem bis strengem Dauerfrost, nur im Westen steigt die Temperatur mal etwas über -5 Grad an. Mit Ausnahme des Südosten und des Nordwestens bleibt es bei wolkenarmem Wetter. Im Südosten macht sich schwache Hebung am Rand einer kräftigen Zyklogenese über dem Ionischen Meer bemerkbar. Mit der dort aufziehenden teils dichteren Bewölkung kann es auch ab und zu geringfügig schneien. Auch im Nordwesten ziehen im Vorfeld der Tiefausläufer über der Nordsee anfangs auch mal dichtere Wolken durch, Niederschläge sind dort aber nicht zu erwarten. Darüber hinaus bleibt es im Bereich der Hochdruckzone windschwach nur auf den Bergen im Süden und über der Nordsee sind Böen Bft 7 möglich. In der Nacht zum Dienstag intensiviert sich das Tief über dem Ionischen Meer noch etwas. An seinem Rand greift kräftigere Warmluftadvektion auf den Südosten des Vorhersagegebietes über, nachfolgend schneit es dort auch leicht. Die Neuschneemengen bleiben aber gering, maximal 1 bis 5 cm /12 h sind zu erwarten. Die Nacht wird wieder sehr kalt, im Südosten allerdings unter den Wolken nicht mehr ganz so kalt wie zuvor. Dienstag ... befindet sich Deutschland zwischen dem mittlerweile abgetropften Höhentief über dem Mittelmeer und einem Keil, der von den Britischen Inseln zum Nordmeer reicht, weiterhin in einer östlichen Höhenströmung. Im Bodendruckfeld befinden wir uns zwischen der Hochdruckzone über Nordeuropa und dem quasistationären Tief über dem Ionischen Meer in einer nordöstlichen Strömung bei einem etwas stärkeren Gradienten. Vor allem an der Ostsee und auf den Bergen der Mitte und des Südens sind damit wieder Windböen Bft 7, in exponierten Lagen auch Sturmböen bft 8 bis 9 zu erwarten. Gleichzeitig dauern die Aufgleitprozesse auf der Nordflanke des hochreichenden Mittelmeertiefs an, wobei diese aus Sichtweise der deutschen Modelle im Tagesverlauf den gesamten Süden und große Teile des Ostens überdecken sollen. Nur der äußerste Westen und Nordwesten bleiben danach noch "außen vor" bei aufgelockerter Bewölkung. Die resultierenden leichten Schneefälle (1 bis 3 mm/12 h) breiten sich ebenfalls nach Nordwesten aus und sparen nur den Westen und Norden teilweise aus. Wahrscheinlich entwickeln sich auch von der Ostsee her wieder einige Schneeschauer. Was die Intensität des Schneefalls angeht, sind die vorliegenden Modelle einig: Er bleibt sehr schwach, über die räumliche Ausdehnung nach Nordwesten sind sich die Modelle noch nicht ganz einig. Einigkeit besteht aber darin, dass es bei Dauerfrost bleibt. Unmittelbar an der Küste leichter Natur, sonst verbreitet mäßig, im Süden und Osten gebietsweise auch streng. Mittwoch ... erstreckt sich ein Höhenkeil von den Azoren über Großbritannien bis nach Skandinavien, während ein Höhentrog vom Süden Russlands über das Schwarze Meer ins westliche Mittelmeer reicht. Deutschland befindet sich an der Südostflanke des Höhenkeils im Wesentlichen unter Absinken. Dabei bleibt die östliche Strömung erhalten und es wird wieder zunehmend trockene Festlandsluft herantransportiert, so dass die leichten Schneefälle im Tagesverlauf nachlassen, die Wolkendecke sich mehr und mehr auflockert und sich zum Nachmittag von Südosten her auch wieder Sonnenschein einstellt. Das Temperaturniveau in der 850 hPa Druckfläche steigt auf Werte von etwa minus 5 Grad an, so dass es auch am Boden zu einer Frostabschwächung kommen dürfte. Am Rhein und in Küstennähe sind somit seit längerem wieder Höchsttemperaturen von nahe 0 Grad möglich. In den Hochlagen der Mittelgebirge muss noch mit Böen der Stärke 7 bis 8 aus östlichen Richtungen gerechnet werden. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die Modelle liefern im kurzfristigen Vorhersagezeitraum im synoptischen Scale sehr ähnliche Strukturen, ohne dass sich prognoserelevante Unterschiede feststellen ließen. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Stefan Külzer Quelle: DWD |
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